Dürens Jugend artikuliert ihre Wünsche

Von: Gudrun Klinkhammer
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Die stellvertretende Bürgermeisterin Carmen Heller-Macherey (stehend) leitete die Sitzung des Kinderparlaments im Ratssaal des frisch renovierten Dürener Rathauses. Foto: Gudrun Klinkhammer

Düren. „Probieren geht über studieren“ sagt der Deutsche, „Learning by doing“ heißt es in England. Kinder der dritten und vierten Klassen sämtlicher Dürener Grundschulen und Kinder gleichen Alters aus Jugendheimen kamen im Ratssaal des frisch sanierten Dürener Rathauses zum Kinderparlament zusammen. Zwei Mal pro Jahr tagt dieses Gremium.

Die jungen Parlamentarier nahmen auf den Stühlen mitten im Saal Platz. Am Kopfende des Raumes saßen ihnen Vertreter aus den Fachämtern der Stadtverwaltung gegenüber. Das Amt für Tiefbau und Grünflächen war vertreten, das Schulverwaltungsamt, das Amt für Kinder, Jugendliche und Familien sowie der Dürener Service Betrieb.

Die stellvertretende Bürgermeisterin Carmen Heller-Macherey leitete die Sitzung. An den Seiten und auf der Empore verfolgten Politiker, Eltern und Lehrer das Geschehen.

Bereits in den einzelnen Institutionen hatte sich der politische Nachwuchs auf die Sitzung vorbereitet. Samantha Nähle, neun Jahre alt, besucht die 4b der Gemeinschaftsgrundschule Mutter Teresa an der Burgauer Allee 70 in Düren. Mit ihren Klassen- und Stufenkameraden Paul Stolz, Tim Persikov und Leonard Eich hatte sie im Sitzungssaal Platz genommen. Samantha Nähle äußerte die Anregung, die sie schriftlich auf einem querformatigen Zettel notiert hatte: „Die Autos auf der Burgauer Allee fahren sehr schnell, da wünschen wir uns eine Ampelanlage.“ Die selbstbewusste Schülerin kann sich vorstellen, später einmal Politikerin zu werden, Bundeskanzlerin nicht ausgeschlossen.

Ähnliche Anregungen, wie von Samantha Nähle vorgetragen, äußerten weitere Vertreter. Sie fragten nach einem Zebrastreifen vor ihrer Schule, damit ihnen ein steter Umweg endlich erspart wird. Kinder aus Merken baten darum, dass der Spielplatz an der Cäcilienstraße reaktiviert wird.

Auch wurde nach Hunde freien Wiesen gefragt, die eben nicht als Hundeklo benutzt werden dürfen, sondern zum Picknicken geeignet sind. Die Vertreter der Verwaltung hörten sich die Anregungen an. Einige Fragen wurden direkt beantwortet. Manche Antworten müssen erst abgeklopft werden, dann erhalten die Kinder diese im Nachgang schriftlich.

Im zweiten Teil der Sitzung lautete das Thema „Freizeit“. Was alles in der Kreisstadt angeboten wird, darüber fand ein reger Austausch statt.

Die Organisation der Kinderparlamentssitzungen übernimmt der Spielpädagogische Dienst der Stadt. Sabine Wagner, Leiterin des Dienstes, hatte mit ihrem Helferteam alle Hände voll zu tun. Doch zeigte sie sich auch sehr zufrieden. Aufgrund der zurückliegenden Rathaus-Umbaumaßnahmen musste das Parlament immer wieder ausweichen. Mal wurde im Saal der Evangelischen Gemeinde zu Düren getagt, mal im Papst-Johannes-Haus. Die Feuertaufe nun ging glatt über die politische Bühne.

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