Dürens Jecke müssen ohne Tollitäten feiern

Von: ja
Letzte Aktualisierung:
Muss am Elften im Elften ohne
Muss am Elften im Elften ohne Tollität die Session einläuten: FK-Präsident Peter Körner. Foto: Abels

Düren. „Eimol Prinz zo sin!” Dieser Traum unzähliger Männer kann in Düren derzeit offenbar niemanden mehr hinterm Ofen hervorlocken. Am Dienstag zog ein enttäuschter Festkomitee-Präsident Peter Körner den Schlussstrich unter die seit Monaten laufende Suche nach einem neuen Prinzen oder Prinzenpaar.

Wenn Festkomitee und Stadtspitze nun am „Elften im Elften” um 11:11 Uhr auf dem Wirteltorplatz die Karnevalssession 2011/2012 mit der Vertreibung des „Muuzepuckels” offiziell einläuten, werden erstmals seit der Gründung der Dachorganisation der mittlerweile 27 Dürener Gesellschaften im Jahr 1952 keine neuen oder designierten Tollitäten mit auf der Bühne stehen.

Von einer schweren Niederlage des Festkomittees oder gar einer persönlichen will Körner dennoch nicht sprechen: „Wenn wir Fehler gemacht hätten, würde ich den Vorwurf gelten lassen. Aber wir haben wirklich alles versucht und mit über 100 Kandidaten gesprochen”, versichert Dürens Oberkarnevalist und betont, dass der eine oder andere erst in letzter Minute abgesprungen sei.

Rein finanzielle Aspekte will Körner nicht als Grund für die prinzenlose Zeit anführen, spricht vielmehr von einem sich ändernden Zeitgeist und einer Krise des Brauchtums insgesamt. „Denn wir stehen mit unserem Problem nicht alleine da”, verweist Körner beispielsweise auf das benachbarte Euskirchen, wo ebenfalls keine Tollität gefunden wurde. Auf die bei der FK-Hauptversammlung im Juni aus Gürzenich eingegangene Bewerbung eines Dreigestirns zurückzugreifen, kam und kommt für Körner nicht in Frage. „Die Vereine und das Präsidium haben sich dagegen ausgesprochen.”

Auch ohne Tollität soll jedoch weiter gefeiert werden. Weil viele Gesellschaften den Prinzenbesuch fest eingeplant haben, wird nun an Alternativen gefeilt. „Wir arbeiten an einem Konzept, das wir in zwei bis drei Wochen präsentieren wollen”, betont Körner.
Leserkommentare

Leserkommentare (0)

Sie schreiben unter dem Namen:



Diskutieren Sie mit!

Damit Sie Artikel kommentieren können, müssen Sie sich einmalig registrieren — bereits registrierte Leser müssen zum Schreiben eines Kommentars eingeloggt sein. Beachten Sie unsere Diskussionsregeln, die Netiquette.

Homepage aktualisiert

Finden Sie jetzt neue aktuelle Informationen auf unserer Startseite

Wieder zur Homepage

Die Homepage wurde aktualisiert