Dürens Innenstadt in glanzvolles Licht getaucht

Von: Sarah Maria Berners und Stephan Johnen
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Die Aktion“ Düren leuchtet“ zog am Samstagabend wieder viele Besucher in die Innenstadt und die Geschäfte. An vielen Orten gab es leuchtende Installationen und Lichtspiele zu entdecken. Foto: Stephan Johnen
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Willi und Gertrud Kempener wurden Figuren eines Schattenspiels. Foto: Stephan Johnen
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Auch die Oberstraße war bei „Düren leuchtet“ in ein ganz besonderes Licht getaucht. Foto: Stephan Johnen

Düren. Tausende Besucher waren gekommen, um sich die abwechslungsreichen Installationen in der Fußgängerzone und auf den Plätzen anzuschauen – und natürlich auch, um in den geöffneten Geschäften einzukaufen.

„Es ist einfach schön, die Stadt voller Besucher zu sehen und sich an den bezaubernden Farben zu erfreuen“, sagte Judith Klein aus Düren, die sich zu einem Einkaufs- und Erlebnisbummel aufgemacht hatte. „Das Ambiente ist einfach wunderbar“, fügte sie hinzu. Genau das Richtige, um sich mit Freunden zu verabreden und die eigentlich bekannte Stadt neu zu entdecken. Die Dürener Innenstadt wurde am Samstag von 18 Uhr bis Mitternacht in ein glanzvolles Licht getaucht.

Individuelle Gestaltung

„An jeder Ecke gibt es etwas Neues zu sehen“, hatten die Organisatoren im Vorfeld versprochen. Und so kam es auch. „Düren leuchtet“ bot erneut eine Mischung aus bewährten Komponenten – wie den im vergangenen Jahr erstmals eingesetzten Lichtsegeln in der Wirtelstraße – und neuen Elementen wie einem Lichtbrunnen an der Ecke Josef-Schregel-Straße und Leuchtblumen rund um die Annakirche.

Jeder Straßenzug war in sein eigenes Licht getaucht, an jeder Ecke gab es tatsächlich etwas zu entdecken. „Die Besucher haben viele schöne Erinnerungsfotos von den Lichtinstallationen gemacht“, sagt City-Manager Wilhelm Streb. Das Licht habe in der Stadt ein „Wohlgefühl“ erzeugt.

Mit dem Kundenzuspruch seien die Dürener Geschäftsleute zufrieden. „Es hat viele positive Rückmeldungen gegeben“, sagt Streb. Auch Stadtcenter-Manager Daniel Böttke spricht von einer „runden und gelungenen“ Veranstaltung: „Die Kundenfrequenz war sehr gut, mich hat vor allem gefreut, dass viele Familien in der Stadt waren.“ Die Betreiber der Geschäfte in seinem Haus seien auch mit dem Umsatz zufrieden.

Peter Pientka, Geschäftsführer der Galeria Kaufhof, sprach ebenfalls von vielen Menschen mit vollen Einkaufstüten. „Es ist wichtig, dass wir diese Kaufkraft in Düren halten“, betonten Böttke und Pientka. „Wir hatten ein schwieriges erstes Halbjahr“, sagt Böttke. „Düren leuchtet“ habe ihn jedoch wieder positiv gestimmt – auch mit Blick auf das Weihnachtsgeschäft.

„Positive Gefühle“

Einig sind sich die Geschäftsleute darin, dass es bei „Düren leuchtet“ nicht nur um den Tagesumsatz geht. „Wir wollen ein positives Gefühl für Düren hervorrufen“, sagt Wilhelm Streb, und Dr. Stephan Thomas, der das Schuhhaus Habrich in der Oberstraße betreibt, ergänzt: „Wegen der Beleuchtung haben viele Menschen die Oberstraße und ihre Geschäfte wahrgenommen. Damit ist ein großes Ziel erreicht. Jetzt dürfen wir es nicht bei diesem einen Event belassen.“

Während Daniel Böttke auch mit dem Kundenzustrom auch zu späterer Stunde zufrieden war, war es in der Oberstraße etwas früher ruhiger geworden. „Die großen und kleinen Geschäfte in Düren müssen zusammenarbeiten. Nur gemeinsam können wir uns als Einkaufsstadt auch für die Menschen aus dem Umland positionieren“, betont Thomas. „Indem wir die Stadt im Wortsinne ‚im besten Licht‘ zeigen, können wir die Menschen an den Standort binden“, sagt Pientka.

Auch im Hinblick auf die das Einkaufszentrum „Aquis Plaza“, das in Aachen entsteht, müsse die Dürener Geschäftswelt sich überlegen, was sie tun könne, um attraktiv zu sein: „Düren leuchtet ist ein Alleinstellungsmerkmal.“ Deswegen findet Daniel Böttke es auch schade, dass nicht alle „großen Geschäfte“ mitmachen, und lobt im Gegenzug das Engagement vieler Einzelhändler, zum Beispiel aus der Oberstraße. „Wir sind ein großes Ganzes.“ Einen „Knallerauftakt“ wie „Düren leuchtet“ würde Böttke sich auch für das Frühjahr wünschen.

Für den beleuchteten Einkauf im November kommenden Jahres haben viele der Akteure schon Ideen entwickelt. „Düren leuchtet ist eine gesetzte Veranstaltung“, sagt Streb. 2014 werde sie wegen des Feiertages am zweiten Novemberwochenende stattfinden.

Auf dem Markt bemerkten die Besucher von „Düren leuchtet“ eine dunkle Lücke: „Der Verein ‚Wir für Düren‘ hat seine Aktion am Nachmittag aufgrund des Wetters abgesagt“, erklärt City-Manager Wilhelm Streb. Mit einem Lichtbild wollte der Verein eigentlich Spenden für die Kinder- und Jugendarbeit sammeln. Dann war das Wetter jedoch für die Zeitspanne des beleuchteten Einkaufs gut geworden.

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