Lüneburg/Düren - Dürens gutes Gefühl vor dem wichtigen Spiel

Dürens gutes Gefühl vor dem wichtigen Spiel

Von: Guido Jansen
Letzte Aktualisierung:
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Da hilft auch kein Beten: Sebastian Geverts bärenstarker Auftritt reicht Düren in Lüneburg nicht zum Sieg. Foto: sport/nph

Lüneburg/Düren. Die Dürener Powervolleys stehen im Viertelfinale um die deutsche Volleyball-Meisterschaft mit dem Rücken zur Wand. Verliert Düren auch das Rückspiel gegen die SVG Lüneburg am Mittwoch in der heimischen Arena Kreis Düren (19.30 Uhr), dann ist der Traum vom Halbfinale ausgeträumt.

Die Powervolleys könnten aber ein schlechteres Gefühl vor dieser wichtigen Partie haben: Bei der Niederlage im ersten Spiel am Karsamstag auswärts in Lüneburg haben die Dürener nämlich gemerkt, dass in diesem Viertelfinale durchaus etwas möglich ist. Denkbar knapp hat die Mannschaft des scheidenden Trainers Anton Brams bei der stärksten Heimmannschaft der Liga verloren. 2:3 (23:25, 25:23, 21:25, 25:16, 8:15) lauteten die Satzergebnisse. „Es hat so viel gegen uns gesprochen. Und trotzdem hätten wir fast gewonnen. Ein riesiges Kompliment an meine Mannschaft“, sagte Brams.

Die Liste der Nachteile, die gegen Düren gesprochen haben, war lang. Mit Jan-Philipp Marks und Brook Sedore sind kurz vor dem Viertelfinale zwei Spieler aus der Mannschaft geworfen worden. Beide sind Außenangreifer, und die Rechnung in dieser Sache ist ziemlich einfach: Vier weniger zwei macht zwei. Zwei Außenangreifer braucht jedes Team auf dem Feld. Mit Matthias Pompe und Dennis Barthel stellten sich die Powervolleys auf dieser Position von selbst auf. Barthel war in der Woche vor dem Viertelfinale krank, trainierte erst unmittelbar vor dem Spiel wieder, Pompe trainierte krankheitsbedingt gar nicht, spielte aber trotzdem fünf Sätze lang. Und auch die Lüneburger Heimstärke und die eigentlich irreguläre zu kleine Halle sprechen gegen jede Gastmannschaft. Trotzdem hätte es für Düren fast gereicht.

Das lag zum einen daran, dass Sebastian Gevert eine unglaublich starke Partie ablieferte und die Dürener beispielsweise beim 1:2-Satzrückstand beinahe im Alleingang zurück in die Partie hämmerte. Gevert ragte heraus aus einer kollektiv stark spielenden Mannschaft, in der selbst der sichtbar gezeichnete Pompe keinen Schwachpunkt darstellte – obwohl ihm im Angriff die Kraft fehlte. „Er hat seine Sache grandios gemacht“, lobte Brams. Und weil Düren auch im Block klar überlegen war, gelang nach zwei Stunden der Satzausgleich zum 2:2. Der Tiebreak musste entscheiden.

Drei Dinge gaben dort den Ausschlag zu Lüneburger Gunsten. Beim Stand von 5:3 für Düren zeigten die unmittelbaren Reaktionen der Lüneburger, dass auch dieser Angriff im Aus gewesen sein muss. Die Powervolleys bejubelten schon das 6:3, das Schiedsgericht bewertete den Ball anders: Punkt für Lüneburg, nur noch 5:4 aus Dürener Sich. „Es hätte 6:3 stehen müssen. Dann hätte der Tiebreak vermutlich einen anderen Verlauf genommen“, sagte Brams. Die Sicherheit der Powervolleys war danach weg, die Kraft auch. Auf der anderen Seite konnte Lüneburg nachlegen, auch, weil es einige seiner Stammspieler beim hohen Rückstand in Satz vier vom Feld genommen und ihnen so eine Pause gegeben hatte. „Sie haben uns da vier Mal in Folge großartig verteidigt. Deswegen kann man sagen, dass Lüneburg den Tiebreak verdient gewonnen hat“, erkannte Brams an.

Dass das Gefühl auf Dürener Seite trotzdem gut ist, liegt einerseits an der starken Art, wie sich die Powervolleys in Lüneburg trotz aller Probleme gewehrt haben. Jetzt hofft Brams darauf, dass alle Spieler bis Mittwoch gesund sind. Der Lüneburger Vorteil der kleinen Halle ist in der großen Dürener Arena weg. Außerdem hat die SVG noch nie in Düren gewonnen. Die Vorzeichen sind also besser. Ein harter Kampf wird es trotzdem, denn Lüneburg kann ohne Druck spielen. Sie haben im Hinterkopf, dass ein entscheidendes drittes Spiel wieder bei ihnen stattfinden würde.

Genau da wollen Brams und Co. hin. „Wir werden alles dafür geben, uns die zweite Chance in Lüneburg zu erarbeiten“, sagte Dürens Trainer.

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