Düren/Jinhua - Dürener Wirtschaftsbüro eröffnet in China

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Dürener Wirtschaftsbüro eröffnet in China

Von: Stephan Johnen
Letzte Aktualisierung:
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In der chinesischen Partnerstadt Jinhua eröffnet Düren ein Wirtschaftsbüro.

Düren/Jinhua. Meldungen über die Städtepartnerschaft von Düren mit der chinesischen Millionenstadt Jinhua hatten zunächst folkloristischen Charakter: Eine Theatergruppe bereiste das Stadtfest, Schwertkämpfer zeigten ihr Können. Später kamen Austausche von Krankenhäusern und den Verwaltungen hinzu. Im Oktober soll nun auch der wirtschaftliche Austausch kräftig vorangebracht werden.

Nach mehreren Jahren Vorbereitung wird ein Dürener Wirtschaftsbüro in Jinhua eröffnet. Die beiden Städte wollen zudem ihre Partnerschaft ausbauen. Wie das konkret aussieht, und welche Projekte für die kommenden zwei Jahre geplant werden, soll in einem Memorandum festgeschrieben werden. Eine Delegation mit Dürens Bürgermeister Paul Larue wird im Oktober nach China fliegen. Dann wird auch das Wirtschaftsbüro offiziell eröffnet.

Trägerin ist die im Jahr 2009 gegründete Gesellschaft für deutsch-chinesische Wirtschaftsbeziehungen. Deren Geschäftsführer, der Dürener Rechtsanwalt Dr. Josef Schaefer, war mit dem Partnerschaftsbeauftragten der Stadt Düren, Helmut Göddertz, Ende August in Jinhua. „Wir erhoffen uns rege Kontakte und auch fruchtbare Kooperationen“, sagte Göddertz auf Anfrage der DZ.

Mittlerweile sei auch geeignetes Personal für das Büro gefunden worden. Einen Mitarbeiter zahlt die Stadt Jinhua, den anderen die Gesellschaft für deutsch-chinesische Wirtschaftsbeziehungen. Die Gesellschaft wurde vor vier Jahren gegründet, um neben dem kulturellen Austausch auch die wirtschaftlichen Verbindungen zur chinesischen Partnerstadt enger zu knüpfen. Sie versteht sich als Bindeglied zwischen Unternehmen aus dem Dürener Land, chinesischen Unternehmen, potenziellen Investoren und den chinesischen und deutschen Verwaltungen.

Das Startkapital kam zum Teil aus der Dürener Wirtschaft. Innerhalb der kommenden zwei Jahre muss die Gesellschaft Erträge erwirtschaften, um ihre Kosten decken zu können. „Dieses Zeitfenster haben wir uns mit unseren chinesischen Partnern gesetzt“, sagte Helmut Göddertz auf Anfrage der DZ. Fernziel sei die Gründung eines chinesischen Wirtschaftsbüros in Düren.

„Aufgabe des Büros ist aber nicht nur die Förderung der wirtschaftlichen Zusammenarbeit“, unterstrich Helmut Göddertz. Beide Städte wollten schließlich ihre Partnerschaft auch auf anderen Ebenen ausbauen. Verstärkt beackert werden sollen die Themenfelder Kultur, Schule und Gesundheitswesen.

Erstmals werden Schüler des Stiftischen Gymnasiums und des Gymnasiums am Wirteltor nach Jinhua reisen, chinesische Schüler waren bereits zu Gast in Düren. Der Partnerschaftsbeauftragte Helmut Göddertz kann sich ein „Bildungsnetzwerk von der Grundschule bis zur Universität“ vorstellen. In der Region Düren/Aachen/Köln und im Großraum Jinhua gebe es schließlich viele interessante potenzielle Projektpartner. Angedacht ist auch ein gemeinsamer Internet-Auftritt der Städte Düren und Jinhua.

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