Dürener Verein „Donum Vitae“ feiert im September 15-jähriges Bestehen

Von: asw
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Unter anderem wird dieses Bild von der Künstlerin Caroline Lauscher auf der Auktion versteigert. In ehrenamtlicher Arbeit haben Beate Nießen (links), Eva Hellwig und Ruth Maiß die Veranstaltung organisiert. Foto: asw

Düren. Bilder, Skulpturen und andere Kunstobjekte von Künstlern aus der Region wie Caroline Lauscher, Pit Görtz, Günter Thelen und Herb Schiffer kommen unter den Hammer. Aber nicht einfach so. Anlass ist das 15-jährige Bestehen des Dürener Vereins „Donum Vitae“ für Schwangerschaftkonfliktberatung, das mit der Kunstauktion seinen jährlichen finanziellen Eigenanteil stemmen will.

„Trotz Förderung durch den Kreis Düren und das Land NRW müssen wir jedes Jahr 10.000 Euro selbst beisteuern“, sagt Beate Nießen, Vorsitzende des Vereins. Doch bevor die insgesamt 49 Objekte am 11. September versteigert werden, sind sie für die Öffentlichkeit in einer kleinen Ausstellung im Foyer in des Kundenzentrums der Dürener Sparkasse vom 3. bis 10. September zu sehen. Eröffnet wird die Ausstellung offiziell am 5. September durch die Malerin Caroline Lauscher.

„Vor 13 Jahren haben wir schon mal so eine Kunstauktion auf Schloss Nörvenich gemacht“, erinnert sich Beate Nießen. Damals stand der Verein kurz vor der Auflösung, weil die Kassen leer waren. „An dem Tag haben wir damals einen Gewinn von 8000 Euro gemacht. Von insgesamt 42 Kunstobjekten wurden 40 steigert“, sagt Beate Nießen.

Die Auktion selbst findet dieses Mal auf Schloss Burgau statt. Landrat Wolfgang Spelthahn (CDU) ist Schirmherr der Veranstaltung und Auktionator ist Uwe Willner, Vorstandsvorsitzender der Sparkasse Düren. „Kommen kann jeder“, betont Ruth Maiß, die bei „Donum Vitae“ als Sozialarbeiterin und Sexualpädagogin arbeitet. „Niemand muss im Vorfeld angeben, ob er ein Kunstwerk ersteigern will oder nicht“, ergänzt sie.

Los geht das Mindestgebot bei 15 Euro und endet etwa bei 1000 Euro. „Die Künstler werden dem Auktionator sagen, wie hoch das Mindestgebot sein wird“, erklärt Eva Hellwig, stellvertretende Vereinsvorsitzende. „Werden Bild oder Skulptur letztlich nicht ersteigert, bekommt der Künstler sein Werk zurück.“

Die Organisation der Veranstaltung haben die insgesamt 46 Mitglieder in ehrenamtlicher Arbeit gemacht. „Wir würden uns sehr freuen, wenn wir mehr Mitglieder hätten, aber es ist schwer, Nachwuchs zu bekommen“, sagt Beate Nießen. Die Gründe: Die meisten Mitglieder sterben dem Verein weg und viele beschäftigen sich mit dem Thema ungewollte, ungeplante Schwangerschaft nicht. „Viele hoffen, dass sie das nicht betrifft“, sagt Ruth Maiß.

Anders als bei katholischen Beratungsstellen stellt „Donum Vitae“ betroffenen Frauen auch einen Schein für einen Schwangerschaftsabbruch aus. Bis zu 350 Anfragen im Jahr hat der Verein. Weitere Infos unter www.donumvitae-onlineberatung.de.

 

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