Dürener Stadtlauf: Mit Doppelsieg zur Halbmarathon-DM

Von: Jörg Abels
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Start frei für die Jüngsten: Pünktlich um 12 Uhr wetzten rund 200 Bambini beim 32. Stadtlauf vom Stadtcenter bis zum Bürgerbüro. Foto: Abels
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Zum Hauptlauf über zehn Kilometer traten über 250 Teilnehmer an. Foto: Abels
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Bei den Männern lieferten sich – angeführt von Radrennfahrer Sven Rehbein – der Erftstädter Maciek Miereczko und der Marokkaner Nourreddine Mansouri ein Duell. Foto: Abels
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Bei den Frauen lief Christl Dörschel ein einsames Rennen.

Düren. Sein erster Saisonhöhepunkt ist die Halbmarathon-DM in zwei Wochen in Hannover. Da kam dem Erftstädter Maciek Miereczko der 32. Dürener Stadtlauf gerade recht. Zunächst testete der 36-Jährige im Fünf-Kilometer-Lauf seine Form und stellte in 15:35 Minuten prompt einen neuen Streckenrekord auf.

Im Hauptlauf lieferte er sich dann mit Noureddine Mansouri von Beginn an einen packenden Zweikampf, wobei der Marokkaner einen Großteil der Führungsarbeit auf den sechs Runden durch die Dürener City leistete. Am Ende liefen beide Hand in Hand über die Ziellinie, wobei der Erftstädter rein protokollarisch die Nase vorne hatte. Er geht daher mit einer Zeit von 32:11 Minuten als Sieger in die Annalen des Dürener Stadtlaufes ein.

Eine bessere Zeit war an diesem Tag nicht drin. Den ersten Lauf bereits in den Knochen forderten am Ende der böige Wind auf der Strecke und die permanenten Überrundungen der vielen Hobbyläufer bei Maciek Maiereczko ihren Tribut, obwohl Sven Rehbein auf dem Führungsfahrrad immer wieder bemüht war, dem Spitzenduo mit der Trillerpfeife Gehör zu verschaffen. „Als klar war, dass wir keine gute Zeit mehr erreichen würden, habe ich mich mit Noureddine abgesprochen, den Rest des Zehn-Kilometer-Laufs nur noch als Training anzusehen“, gab der Sieger nach dem Rennen zu Protokoll.

Trotzdem konnte dem Spitzenduo kein anderer Läufer gefährlich werden, trotz des vermeintlichen Trainingslaufs war ihr Tempo einfach zu hoch. Der im Vorfeld favorisierte Triathlet Yannic Stollenwerk von der Aachener TG, Sieger von 2013, hatte am Samstag kurzfristig absagen müssen, Streckrekordhalter Mohamed Ali (2014: 30:32 Minuten) passte der Dürener Lauf nicht in den Wettbewerbskalender. Und Lokalmatador Fahd Mellouk hatte mit einer Oberschenkelzerrung zu kämpfen, wurde am Ende Fünfter. „Natürlich will ich hier in Düren immer aufs Podest. Aber immer wenn ich beschleunigen wollte, hat der Muskel zugemacht“, berichtete der Dürener im Ziel. Bei den Frauen lief die 40-jährige Christl Dörschel von der SG Wenden einem einsamen Start-Ziel-Sieg entgegen.

Mit erneut mehr als 1450 Startern wurde der Teilnehmerrekord aus dem Vorjahr (1499) zwar nicht erreicht, angesichts eines parallel stattfinden Laufs im niederländischen Venlo aber war Cheforganisator Udo Biege vom ausrichtenden Athletik Sportverein (AS) Düren hochzufrieden. Denn der Dürener Stadtlauf ist wieder einmal seinem Ruf als größte Breitensportveranstaltung im Dürener Land gerecht geworden. Bei Strahlender Sonnenschein und Temperaturen von bis zu 15 Grad gaben viele Hundert Hobbysportler ihr Bestes, darunter mehr als 300 Schüler und knapp 200 Bambini. Zwar mussten bei den Jüngsten einige der Kleinsten von Papa Richtung Ziel getragen werden, Spaß aber hatten die meisten. Der Fünf-Kilometer-Lauf musste sogar gesplittet werden, um einen Rückstau beim Zieleinlauf wie im Vorjahr zu vermeiden.

Sammelbüchse wieder gut gefüllt

Viele Hundert Zuschauer säumten den Streckenrand, feuerten die Läufer an oder riefen Peter Borsdorff zu sich. Sein Ziel sind längst nicht mehr Bestleistungen. Der „Läufer mit der Sammelbüchse“ bat diesmal um Spenden für drei Dürener Schulen. Sein Ziel: Gut 225 Kindern einige Stunden auf einem Erlebnis-Bauernhof zu ermöglichen, um ihnen zu zeigen, dass Kühe nicht lilafarben sind und Eier nicht im Supermarkt „gemacht“ werden. Am Ende war seine Büchse wieder mehrere Kilo schwer.

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