Dürener Schöffengericht verurteilt 24-jährigen Serieneinbrecher

Von: bip
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Düren. Neun Einträge im Strafregister waren dem Gericht dann doch zu viel, um nach vier Einbruchdiebstählen und einem weiteren Versuch noch einmal eine Bewährungsstrafe zu verhängen.

Wie der Vorsitzende Richter Hans-Georg Wingen das Urteil begründete, habe der 24 Jahre alte Angeklagte sich offenbar weder von den Vorstrafen noch von den fast vier Monaten Untersuchungshaft, in der er sich seit dem 5.August befindet, beeindruckt gezeigt.

Das Gericht verurteilte den Dürener zu einer Freiheitsstrafe von einem Jahr und drei Monaten - ohne Bewährung.

Der inzwischen 24-jährige Angeklagte hatte es im Herbst 2006 bei einer Reihe von Einbrüchen immer wieder auf Getränkeautomaten abgesehen.

So brach er zweimal in die Räume der Volkshochschule an der Violengasse ein und räumte das Geldfach des Getränkeautomaten leer, wie auch im Stiftischen Gymnasium.

Beim Versuch, einen Automaten im Gymnasium am Wirteltor (GaW) zu knacken, scheiterte der Täter, richtete aber allein in diesem Fall rund 6500 Euro Sachschaden an.

Bei einem Einbruch mit einem unbekannten Komplizen im Schlachthof im August dieses Jahres schließlich wurde der junge Mann festgenommen und von einem Ermittlungsrichter in Untersuchungshaft geschickt.

Die Gesamtbeute aus allen vier Fällen betrug 655,41 Euro, wobei der entstandene Sachschaden nicht nur im GaW um ein Vielfaches höher liegt.

Das Geld brauchte der rundum geständige Angeklagte, um Drogen wie Amphetamine und Marihuana zu finanzieren, oder aber zum Kauf von Bier, Wodka und Korn.

Auch wenn sich der 24-Jährige nach eigenen Angaben während der U-Haft nach den Möglichkeiten einer Suchttherapie erkundigt habe, war das Gericht bezüglich einer positiven Sozialprognose eher skeptisch, zumal nicht zu erkennen sei, wie der Angeklagte sein Leben wirklich in den Griff bekommen will.
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