Dürener Reitverband will Teamgedanken wieder stärken

Von: Hendrik Buch
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Der Springplatz des Reit- und Fahrvereins Deutschritter an der Kuhbrücke wird von den rheinischen Reitern in höchsten Tönen gelobt. Foto: Hendrik Buch

Düren/Kreuzau. „Der Mannschaftsgedanke hat im Reitsport in den letzten beiden Jahrzehnten leider an Bedeutung verloren“, beklagt der Vorsitzende des Dürener Reit- und Fahrvereins Deutschritter, Dr. Roger Haunhorst. Das habe viele Gründe.

Seien beispielsweise vor Jahren die Teams noch geschlossen mit Pferd und Reiter angereist, so habe sich der Verkehr mit der Zeit individualisiert: „Heute kommt jeder einzeln an.“ Eine Entwicklung, welcher der Landesverband Rheinland nicht tatenlos zusehen wollte: „Also haben wir Hand angelegt und unserem Landesturnier einen neuen Anstrich gegeben“, fasst Haunhorst zusammen, der zusätzlich im Verbandsrat sitzt und als Turnierarzt fest in der rheinischen Reitfamilie verwurzelt ist.

Unter dem neuen, zeitgemäßen Titel für das Landesturnier „Rheinischen Mannschafts-Championate“ sollte am Wochenende auf dem Gelände der Dürener Deutschritter das Gemeinschaftsgefühl gestärkt werden. In kombinierten Mannschaften aus verschiedenen Leistungsklassen stand etwa der Teamgeist im Fokus: „So ist unabhängig vom Leistungsniveau jeder wichtig und das Turnier wird auch für die unteren Klassen attraktiver.“

In der Spitze gut aufgestellt

An drei Tagen versammelte sich die Reiterfamilie zu diesem Zweck in Düren, wo am Freitag allerdings erst einmal Einzelprüfungen anstanden: „Das dient zum einen zur Gewöhnung an das Gelände, zum anderen als Startmöglichkeit für Klassen, in denen keine Mannschaften zu Stande kamen“, erklärt Haunhorst. Am Samstag standen dann auf dem Gelände der Deutschritter an der Kuhbrücke die Mannschaftswertungen in Dressur und Springen auf dem Programm, während es am Sonntag beim Geländeritt um Haus Bonsbusch bei Kreuzau zur Sache ging.

„Trotz den verstärkten Bemühungen um die Breite des Mannschaftssports sind wir natürlich froh auch in der Spitze einiges im Rheinland vorweisen zu können“, betont der Kreisvorsitzende und verweist auf die Teilnahme der amtierende Europameisterin Pia Müller aus Meerbusch und des rheinischen Meisters Jens Hoffrogge.

„Die Anlage hier in Düren ist immer in sehr guten Zustand“, lobt Reiterin Lina Weber das Turnier. Die Kreuzauerin konnte sich in der Vielseitigkeit Klasse L auf dem 19. Rang platzieren. Ihre positive Einschätzung, teilt auch der Landesverband: „In Düren arbeitet man ehrenamtlich aber trotzdem professionell“, betont man dort und kündigt an: „Daher werden die Mannschafts-Championate auch in den kommenden fünf Jahren in Düren stattfinden.“

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