Dürener Pètanquefreunde laden zum Gurkenturnier

Von: Hannes Schmitz
Letzte Aktualisierung:
5998470.jpg
Das Maßband gehört dazu: Einige hundert Pètanque-Freunde kamen am Wochenende zum 32. Gurkenturnier in den Dürener Stadtpark. Foto: Hannes Schmitz

Düren. Da wurde der Stadtpark zum Boulodrome, der Willy Brandt-Park für drei Tage zum Mekka der Boule-Spieler der Spielart Pètanque. Ein Stück Provence, von wo das Kugelspiel seinen Siegeszug antrat, schien an die Rur gekommen zu sein. Das Wetter entsprach ebenso wie die Stimmung südfranzösischer Atmosphäre.

Einige hundert Präzisionssportler hatten für das 32. Gurkenturnier der Pètanquefreunde Düren gemeldet. Der Präsident des Dürener Clubs, Michael Schmitz, wollte zwar nicht von einem Rekordergebnis sprechen, doch schienen die Platzkapazitäten erschöpft. 60 Plätze waren eingeplant, die aber nicht ausreichten, sondern Ausweichmöglichkeiten wurden gesucht und gefunden, damit alle zum Zuge kamen.

Deutsche Gründlichkeit

Deutsche Gründlichkeit gepaart mit charmanter Leichtigkeit, die zu einer Nachhaltigkeit bei den Turnierteilnehmern führte. Überhaupt schienen die Sportler von einem gewissen Lebensgefühl zu sein, wenn sie die Kugeln in der Hand hielten. Konzentriert auf das „Schweinchen“ (Zielkugel) versuchten sie, ihre Kugeln so nahe wie möglich an ihm zu platzieren oder konzentrierten sich darauf, mit einem gezielten Wurf die gegnerische Kugel zu entfernen oder dem Gegner durch gezieltes Ablegen einer Kugel, den Weg zum Ziel zu versperren. So erfordert das Spiel mit der Kugel nicht nur eine gewissen Technik, sondern ebenfalls sind taktische Überlegungen gefragt, die jeder Aufnahme die entsprechende Würze verleiht.

Begonnen wurde mit einer Supermèlèe, einer Turnierform, bei der man zu jedem Spiel einen neuen Partner oder Partnerin zugelost bekommt. Zum Auftakt eher ein Spaßturnier. Einer Tag später kämpften 128 gemeldete „Doublettes“ (Zweierformationen) um den Sieg.

Zunächst wurden drei Runden gespielt, um quasi eine Rangliste der Spieler zu erreichen, die dann von der Spitze aus in vier Gruppen zu je 32 Spieler je nach ausgespielter Leistungsstärke eingeteilt wurden. Der erste Platz und die Platzierungen wurden in den Gruppen im K.o.-System ermittelt.

Es war die Stunde der Profis im A-Turnier, das Christophe Mathy und Julien Gerday (Belgien) gewannen. In der B-Gruppe setzte sich Ronny Schmitz von den Pètanquefreunden Düren mit seinem Partner Olivier Marceau aus Köln durch vor Klemens Mattes und Wolfgang Niermann aus Düsseldorf. Im C-Turnier waren Michael Kolchewsky und Andreas Schwarz (BF Waldfischbach) erfolgreich.

Der dritte Platz

In der D-Gruppe gelangen Peter Mützenich und Marc Dubois vom gastgebenden Verein ein dritter Platz hinter starken ausländischen Spielern. Für Peter Mützenich um so bemerkenswerter, da er als stellvertretender Vorsitzender sich ebenso wie Michael Schmitz um alles weitere kümmern musste. Der Präsident in der provenzalischen Atmosphäre des Stadtparks war gleichzeitig wie andere auch, Kassierer, Märkchen-Verkäufer, Service-Mann, Auskunftststelle und musste erklären, warum die Veranstaltung Gurkenturnier heißt.

Vor Jahrzehnten wurden Dürener in Südfrankreich vom Bazillus Pètanque und dem Spiel aufs „Schweinchen“, das im französischen „le chochonnet“ heißt, angesteckt. Ob es am Rotwein oder anderen Dingen lag, jedenfalls wurde aus „le chochonet“ im Dürener Dialog „le cornichon“, die Gurke.

Der Abschlusstag beim Gurkenturnier gehörte den Triplettes. 58 Dreier-Formationen hatten gemeldet. Ergebnisse lagen der Redaktion bis jetzt nicht vor, da die Auswertung nach Angaben des Veranstalters noch andauert.

Leserkommentare

Leserkommentare (0)

Sie schreiben unter dem Namen:



Diskutieren Sie mit!

Damit Sie Artikel kommentieren können, müssen Sie sich einmalig registrieren — bereits registrierte Leser müssen zum Schreiben eines Kommentars eingeloggt sein. Beachten Sie unsere Diskussionsregeln, die Netiquette.

Homepage aktualisiert

Finden Sie jetzt neue aktuelle Informationen auf unserer Startseite

Wieder zur Homepage

Die Homepage wurde aktualisiert