Dürener Lions Club verleiht Löwenpreis

Von: Stephan Johnen
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Auszeichnung für einen besond
Auszeichnung für einen besonderen ehrenamtlichen Einsatz: Lieselotte von Ameln (links) und Roswitha Frenken nahmen den Löwenpreis 2012 aus den Händen von Präsident Rüdiger Seebald entgegen. Foto: Johnen

Derichsweiler. „Das Ehrenamt ist wichtig.” Diese Erkenntnis sei so banal wie fundamental bedeutend zugleich, urteilte Rüdiger Seebald, Präsident des Lions Clubs Düren-Rurstadt, bei der Vergabe des 4. „Dürener Löwenpreises” am Sonntagvormittag in den Alten Kirche in Derichsweiler.

Gerade in Zeiten knapper Kassen sei ohne das Ehrenamt kaum ein Projekt noch realisierbar. Die ansonsten anfallenden Personalkosten seien ohne den unentgeltlichen Einsatz hilfsbereiter Menschen nicht zu schultern. „Das Ehrenamt ist wichtig. Diese Erkenntnis ist im allgemeinen Bewusstsein verankert, diesen Satz würde Ihnen jeder unterschreiben”, fuhr Seebald mit seiner Begrüßung der Gäste fort. „Warum sollten wir also einen weiteren Preis für das Ehrenamt vergeben?”, fragte Seebald in die Runde, um selbst eine Antwort zu geben: „Weil es ein Amt ist, für das diejenigen, die es ausüben, zu ehren sind.” Weil es wichtig sei, die Menschen, die oft genug im Verborgenen arbeiteten, öffentlich für ihren Einsatz Dank auszusprechen, ihnen Respekt zu zollen. „Wir wollen den Geist der echten Nächstenhilfe aufwerten”, formulierte es Seebald.

Also verlieh der Lions Club Düren-Rurstadt am Sonntag zum vierten Mal den „Dürener Löwenpreis” und ehrte damit zwei Menschen, die sich aus Sicht der Lions uneigennützig und in aller Bescheidenheit für andere Menschen einsetzen. Lieselotte von Ameln (62) aus dem Dürener Grüngürtel und Roswitha Frenken (70) aus Düren teilen sich den mit 1000 Euro dotierten Preis. Unabhängig voneinander setzten sich beide Frauen doch für ein gleiches und gemeinsames Ziel ein: Heiligabend soll kein Mensch einsam sein. Während Lieselotte von Ameln mit ihrem Mann und einem ehrenamtlichen Team am 24. Dezember abends das Thomas-Morus-Haus im Grüngürtel öffnet, begrüßen Roswitha Frenken und ihre Mitstreiter im Papst-Johannes-Haus der Pfarre St. Anna ebenfalls ihre Gäste mit Handschlag. „Am Familienfest schlechthin sind Lieselotte von Ameln und Gudrun Frenken für alle Menschen da, die sonst nicht wissen, wo sie den Heiligabend feiern können”, hob Rüdiger Seebald in seiner Laudation hervor. Die „Einsamen, die Menschen ohne Geld und die Obdachlosen” finden dank es ehrenamtlichen Einsatzes der beiden Frauen und ihrer Helfer Heiligabend eine offene Türe, ein warmes Essen, Gesellschaft und Geselligkeit. „Wer wissen möchte, wie viel Arbeit, aber auch wie viel Freude und Erfüllung diese Tätigkeit bereitet, sollte mit den beiden Frauen einmal reden”, ließ ein von der Begegnung mit den beiden Preisträgerinnen „beeindruckter” Lions-Präsident die Gespräche mit Lieselotte von Ameln und Roswitha Frenken Revue passieren. Vom Spendensammeln bis zum Kochen und Packen von Geschenktüten: Auch dieses ganz andere und ganz besondere Weihnachtsfest brauche viel Vorbereitung und Herzblut.

„Das ist für mich Weihnachten”

„Wir brauchen die Unterstützung von lieben Menschen”, bedankte sich Roswitha Frenken im Namen aller Helfer für die Auszeichnung. Das Preisgeld stelle einen guten Grundstock für die Vorbereitungen des Festes dar. „Jeder Mensch sollte Heiligabend in Gemeinschaft feiern. Gerade an diesem Tag schmerzt Einsamkeit ganz besonders”, sagte Lieselotte von Ameln. „Wer einmal in die glücklichen Gesichter der Menschen geschaut hat, die bei uns feiern, will diesen Moment nicht mehr missen”, schilderte Roswitha Frenken. „Das ist für mich Weihnachten.”
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