Dürener Kunstpreis geht an Ulrich Rückriem

Von: sj
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Ulrich Rückriems Assistent Alfred Karner (Mitte) empfing stellvertretend für den Künstler den Kunstpreis des Kreises Düren aus den Händen von Landrat Wolfgang Spelthahn und Jury-Mitglied Dr. Renate Goldmann, Direktorin des Leopold-Hoesch-Museums. Foto: Stephan Johnen

Kreis Düren. Der Bildhauer Ulrich Rückriem ist neuer Träger des Kunstpreises des Kreises Düren. Der 76-Jährige wird für sein bisheriges Lebenswerk ausgezeichnet. An der Rur verbinde man mit Rückriem besonders die zehn Stelen in Düren, die als dezentrales Mahnmal die Erinnerung an die Schreckensherrschaft der Nationalsozialisten wachhalten.

Doch seine Skulpturen sind weltweit an prominenten öffentlichen Orten zu sehen. Schon früh habe der Künstler seine autonome Formensprache entwickelt und einen „wichtigen Beitrag zur internationalen zeitgenössischen Kunst“ geliefert, sagte Landrat Wolfgang Spelthahn als Vorsitzender der Jury.

Im Rahmen der aktuellen Ausstellung sind derzeit im Mittelsaal des Dürener Leopold-Hoesch-Museums Papierarbeiten Rückriems zu sehen.

Der neue Kunstpreisträger konnte aus gesundheitlichen Gründen die Auszeichnung, die am Freitagabend im Hoesch-Museum verliehen wurde, nicht persönlich in Empfang nehmen. Wolfgang Spelthahn überreichte den Kunstpreis daher stellvertretend an Rückriems langjährigen Assistenten Alfred Karner.

Der Preis ist mit 5000 Euro dotiert, zusätzlich erhält der Künstler eine Einzelausstellung in einem Museum, und die Kosten für die Erstellung eines Kataloges werden übernommen.

Alle zwei Jahre wird der Kunstpreis, der von Sponsoren finanziert wird, verliehen. Im Wechsel wird er als Förderpreis und als Würdigung des bisherigen Lebenswerkes verliehen.

„Der in Düsseldorf geborene Künstler ist eng mit dem Kreis Düren verbunden“, blickte Spelthahn auf das künstlerische Schaffen Rückriems zurück.

Als junger Mann absolvierte er von 1957 bis 1959 eine Steinmetzlehre in Düren und lebte als freischaffender Künstler von 1963 bis 1971 in Nörvenich. In dieser Zeit gestaltete er die Ehrenmäler in Nörvenich und Frauwüllesheim und erhielt seine erste Einzelausstellung im Hoesch-Museum. „Ulrich Rückriem ist ein wegweisender Künstler, dessen Karriere im Kreis Düren begonnen hat. Für uns ist er immer ein Künstler aus dem Kreis geblieben“, sagte Wolfgang Spelthahn.

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