„Dürener Köpfe“ zeigen gefühlvolle Werke

Von: Bruno Elberfeld
Letzte Aktualisierung:
9620026.jpg
Bürgermeister Paul Larue (r.), Präsident Thomas Lückenbach (2.v.l.) und Dr. Renate Goldmann (4.v.l.) eröffnen mit den Künstlern die Ausstellung auf Schloss Burgau. Foto: Bruno Elberfeld

Niederau. Die 16. Kulturtage des Lions-Clubs „Düren Marcodrurm“ sind eröffnet. Am Freitag trafen sich Kunstinteressierte zu einer bemerkenswerten Vernissage im Rittersaal von Schloss Burgau. am Sonntag kamen vor allem die kleinen Besucher beim Familientag auf ihre Kosten.

Bei strahlendem Sonnenschein genossen die Kinder spannende Spiele, lustige Clowns, Theater und viel Musik.

In seiner Eröffnungsrede erklärte Thomas Lückenbach, Präsident des Lions-Clubs „Düren Marcodurum“, den zahlreichen Besucher auf Schloss Burgau die Verwendung der Einnahmen, generiert durch Eintrittsgelder, Verkauf und Spenden. „Mit Herz, Hand und Verstand haben wir auch in diesem Jahr wieder ein Programm für Besucher aller Couleur gestrickt“, betonte Lückenbach.

„Du glückliche Stadt Düren“

„Tu felix villa duria!“ („Du glückliche Stadt Düren!“), pries Bürgermeister Paul Larue die fruchtbare Zusammenarbeit zwischen dem Lions-Club „Düren Marcodurum“ und der Stadt. Düren und die Region profitierten enorm von der Arbeit der Lionsfreunde, fuhr Larue fort. Die fachkundige Einführung in die Werke der Künstler, der sechs Dürener Köpfe, oblag Dr. Renate Goldmann, Leiterin des Leopold-Hoesch-Museums. In ihrem launigen und abwechslungsreichen Vortrag nahm sie die Gäste mit in die Ausstellungsräume, wo Gemälde, Skulpturen, Glasarbeiten, Installationen und Fotos ihre Botschaften ausstrahlen.

Ganz oben auf der Empore sind Bilder von Ruth Schütte zu sehen. Die Künstlerin, 1917 in Düren geboren, durchlief eine klassische Akademieausbildung. Bis zu ihrem Tod 1999 lebte und arbeitete sie in Freiburg. Im Mittelpunkt ihres künstlerischen Tuns stehen Landschaften und der menschliche Akt. Renate Goldmann bezeichnete die Bilder als „wunderbar einfühlsam“.

Gefühlvoll präsentieren sich auch die Rauminstallationen von Peter Paul Berg. Bergs Thema ist die Definition des Raumes. Wollfäden von der Decke bis zum Boden, Fäden an den Wänden, lassen Räume sinnlich erfahrbar werden. Vor den Augen des Betrachters entstehen Zeichnungen, oft Saiteninstrumenten ähnlich, die – wenn der Betrachter will – fast schon zarte Melodien erzeugen können.

„100 Kindersoldaten“

Zwei Türen von Berg getrennt, füllt eine Installation den Raum aus, ein Kunstwerk, das das Nicht-Nachdenken nahezu unmöglich macht. Der Künstler „D. St. Krüger“ hat in einer sehr deutlichen Bildsprache „100 Kindersoldaten“ nebeneinander gestellt. Und das ist auch der Titel seiner Arbeit. Jeder Soldat wird von einer Holzstele dargestellt, in der eine verrostete Schaufel steckt. Steigt der Gast eine Treppe hoch, betritt er eine andere Welt. Fotos von Ulrich Oehmen, zurzeit auf der Durchreise von den USA nach Asien, sind hier zu sehen. Das erste Foto zeigt einen leicht bekleideten Athlet mit Maschinenpistole. Auf den anderen Aufnahmen sind Bodybuilder und Fitness-Freaks zu sehen.

Um das Kunsthandwerk geht es den Künstlern Hans Leo Ervenich und Wilfried Grob, beide wahre Meister ihres Fachs. Ervenich hat sich seit Jahren schon in Düren und Umgebung einen Namen als Kunstschmied gemacht. Grob ist Glasermeister. Seit langem schafft er Glasobjekte, leuchtend in ihren Farben, symbolhaft in ihrem Ausdruck. Beide Meister arbeiten des Öfteren zusammen, planen und gestalten gemeinsam Projekte.

Die Ausstellung auf Schloss Burgau endet genau wie die Kulturtage am Sonntag, 22. März, mit einer Finissage.

Leserkommentare

Leserkommentare (0)

Sie schreiben unter dem Namen:



Diskutieren Sie mit!

Damit Sie Artikel kommentieren können, müssen Sie sich einmalig registrieren — bereits registrierte Leser müssen zum Schreiben eines Kommentars eingeloggt sein. Beachten Sie unsere Diskussionsregeln, die Netiquette.

Homepage aktualisiert

Finden Sie jetzt neue aktuelle Informationen auf unserer Startseite

Wieder zur Homepage

Die Homepage wurde aktualisiert