Dürener Kinder studieren das Musical „Kwela, Kwela“ ein.

Von: kin
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Rund 60 Kinder und Jugendliche proben das afrikanische Märchen-Musical „Kwela, Kwela“. Foto: Sandra Kinkel

Düren. Im großen Saal der Evangelischen Gemeinde ist mächtig was los. Einige Kinder malen afrikanische Tiere auf große Bettlaken, andere stehen auf der Bühne und singen, wieder andere basteln Kostüme. 60 Kinder der Evangelischen Gemeinde, der Martin-Luther-Grundschule, verschiedenen Jugendheimen und Kindertagesstätten bereiten ein großes Musical vor.

„Kwela, Kwela“ heißt das Stück von Andreas Schmittberger, das Anfang November in der Christuskirche aufgeführt werden soll. „Es hat schon häufiger Musicalproduktionen unserer Gemeinde gegeben“, sagt Pfarrerin Vera Schellberg. „Diesmal war es uns ein großes Anliegen, dass Kinder, Jugendliche, aber auch Erwachsene aus vielen verschiedenen Bereichen dabei sein konnten. Und das ist uns auch gelungen.“

Seit den Sommerferien

Kurz vor den Sommerferien haben die Proben für das Musical begonnen, in den Herbstferien hat es eine Projektwoche gegeben, in der besonders intensiv geübt wurde. Regisseur des Stücks ist Jan Savelsberg, für die Musikproben ist Stefan Iseke, Kantor der Evangelischen Gemeinde, verantwortlich.

„Kwela, Kwela“ spielt in Afrika. Nirgendwo scheint der Mond so schön wie in Afrika, doch manchmal kann es dort auch ziemlich grausam sein. Das bekommen die Tiere zu spüren, den schon seit vielen Tagen hat es nicht mehr geregnet. Überall nur roter Staub und brütende Hitze. Daher beschließen die Tiere, dem Rat des „Großen Orakels“ zu folgen und ein Wasserloch zu graben.

Nur Tschipo, der Buchhase, hilft nicht mit, weil er lieber auf seiner Flöte spielt. Als die Tiere schließlich Wasser finden, glauben sie an ihre Rettung. Doch das ist erst der Anfang einer spannenden Geschichte, denn plötzlich tauchen die Gespenster der Nacht auf – und die verstehen überhaupt keinen Spaß...

16 der Musical-Kinder haben eine größere Rolle, andere singen im Chor, wieder andere trommeln und tanzen. Jan Savelsberg: „Wir haben natürlich die Kinder zunächst gefragt, wer sich vorstellen könnte, ein Schauspieler zu sein. Aber wir haben natürlich auch geguckt, welche Kinder besonders gute Sänger sind. Weil die Schauspieler in einem Musical auch viel singen müssen.“

„Total viel Text“

Die achtjährige Favour spielt in „Kwela, Kwela“ einen Vogel. „Das macht großen Spaß“, sagt die Schülerin. „Aber ich musste total viel Text lernen. Zum Glück hat meine Schwester immer mit mir geübt.“ Lotte (sieben Jahre) ist von ihrer Mutter auf die Musicalproduktion aufmerksam gemacht worden.

„Meine Mutter hat gesagt, dass ich mir das einmal angucken soll. Das habe ich dann auch gemacht, und es hat mir gefallen. Es ist einfach toll hier.“ Jessica (13) und Immanuela (9) finden auch das Thema des Musicals sehr wichtig. „Wasser ist sehr kostbar“, sagt Jessica. „Nicht nur für die Tiere in Afrika, sondern auch für uns hier in Deutschland. Und das sollten wir uns wirklich bewusstmachen.“

Auch die siebenjährige Silva ist Teil von „Kwela, Kwela“, sie wollte aber lieber nicht als Schauspielerin oder Chormitglied auf der Bühne stehen. „Das ist nichts für mich“, sagt das kleine Mädchen. „Dazu wäre ich auch viel zu aufgeregt.“ Trotzdem hat Silva eine sehr wichtige Aufgabe.

„Während der Projektwoche in den Herbstferien“, erzählt das Mädchen, „haben alle, die bei ‚Kwela, Kwela‘ mitmachen auch ein Mittagessen bekommen. Und ich habe beim Kochen geholfen.“ Einmal, erzählt Silva weiter, habe es Pizza gegeben. Und ein anderes Mal Nudeln mit Tomatensoße und Weintrauben zum Nachtisch. „Wir haben natürlich immer versucht, Gerichte zu kochen, die besonders Kinder und Jugendliche gerne mögen.“

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