Dürener Jazztage: Trübes Wetter ist kein Grund Trübsal zu blasen

Von: Stephan Johnen
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Sänger Ola Onabulé begeisterte am Stadtwerke-Abend die Zuhörer. Nach Abpfiff des Länderspiels füllte sich der Kaiserplatz, das Wetter blieb trocken. Foto: Stephan Johnen
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Reger Andrang herrschte bereits am Morgen bei der „Ragtime Mass“ in der Marienkirche. Foto: Stephan Johnen
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Herzstück der Jazztage war die Kneipentour am Samstag. Im Coqorico spielte das Hendrika-Entzian-Quartett. Foto: Stephan Johnen
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Peter Salentin war zu Gast beim Jazz-Frühstück im Niederauer Schenkel-Schoeller-Stift. Foto: Stephan Johnen
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Dusko Goykovich gab in der Christuskirche am Sonntagabend ein fulminantes Konzert. Foto: Stephan Johnen

Düren. Dauerregen? Kaum Sonnenschein in der vergangenen Woche? Trübes Wetter ist kein Grund Trübsal zu blasen, ist Sänger Ola Onabulé überzeugt. „Wenn es Euch nicht so gut geht, ist es heute Abend meine Aufgabe, dass es Euch in zwei Stunden ein bisschen besser geht. Dafür will ich alles tun“, versprach der Sänger den Besuchern des Stadtwerke-Abends der Dürener Jazztage.

Und Onabulé, auch bekannt als die Stimme Englands, hielt sein Versprechen, er gab alles – und erfuhr eine super Resonanz auf dem Kaiserplatz, der sich im Laufe des Konzerts immer mehr füllte. Selbst die Wolken rissen auf und spendierten den Festivalgästen einige Sonnenstrahlen.

Ola Onabulés gefühlvolle Blues- und Soul-Balladen sowie groovende Funk-Nummern machten gute Laune. Die Stimme des in London lebenden Nigerianers erinnert gleichsam an Seal und Stevie Wonder – und wärmte die Herzen der Dürener.

Wie in den vergangenen Jahren war die Bandbreite der Dürener Jazztage groß. Neben Dixieland-Jazz einer „Marching-Band“ inmitten der Kölnstraßen-Baustelle erklangen auch Pop und Rock. Herzstück der Jazztage war die Kneipentour in der Nacht zum Sonntag. An elf Stellen wurde in der Innenstadt aufgespielt. Ein echtes Jazztage-Urgestein ist Bernie Fawcett aus Liverpool, der im Scoozi auftrat, Stephanie Lottermoser aus München war im Bistro des Leopold-Hoesch-Museums zum ersten Mal dabei.

Reger Andrang herrschte am Sonntagmorgen in der Marienkirche. Solisten und Chor der „Cappella Villa Duria“ führten dort nach dem herausragenden Erfolg im vergangenen Jahr unter der Leitung von Johannes Esser die „Ragtime Mass“ von Johann Simon Kreuzpointer erneut auf. Die Dixielandband war mit Sander Hendrix, Klaus Luft, Joachim Locker, Dietmar Krüger, Wolfgang Pieters, Uli Winz und Andreas Griefingholt mit Lehrern der Musikschule Düren bestückt.

Nach zwei Jahren Auszeit beteiligte sich auch das Schenkel-Schoeller-Stift wieder an den Jazztagen. Zum Jazzfrühstück spielten Trompeter Hans-Peter Salentin und das „ABH-Trio“ mit Hans Fücker (Piano), Konstantin Wienstroer (Bass) und Stephan Schneider (Schlagzeug). „Jazzfreunde gibt es in allen Altersgruppen“, sagte Geschäftsführer Hans-Joachim Thiem. „Wir wollten etwas zur Vielfalt, die die Dürener Jazztage ausmacht, beitragen.“

Ein Ausrufezeichen und zugleich Schlussakkord der 26. Dürener Jazztage zwar das Konzert von Dusko Goykovich am Sonntagabend in der Christuskirche. Der 84-jährige Trompeter und Flügelhornist ist eine lebende Jazz-Legende und spielte – begleitet von Pianist Martin Sasse, Bassist Henning Gailing und Schlagzeuger Joost van Schaik – gleichsam einfühlsame Balladen und fetzige Songs.

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