Dürener gewinnt Kompositionswettbewerb der Stadt Siegburg

Von: Sandra Kinkel
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Peter J. C. Eich aus Birkesdorf ist begeisterter Musiker. Jetzt hat er einen Kompositionswettbewerb in Siegburg gewonnen. Foto: Sandra Kinkel

Düren. Wenn Peter J. C. Eich aus Birkesdorf anfängt von Musik im Allgemeinen und seiner Musik im Besonderen zu erzählen, spürt man sofort, wie wichtig ihm dieses Thema ist. Und das ist auch eigentlich kein Wunder. Peter Eich ist Musiker, Kirchenmusiker, um genau zu sein, und Komponist.

Gerade hat er den Kompositionswettbewerb der Stadt Siegburg in der Kategorie „Musikstudierende und Erwachsene“ gewonnen. Darüber hinaus wurde Eich für seine „Festmusik für Posaunenensemble“ noch mit dem Sonderpreis der Engelbert-Humperdinck-Musikfreunde geehrt.

Peter Eich ist in Siegburg geboren und aufgewachsen, hier war sein Vater Chorleiter, hier hat er seine Liebe zur Musik entdeckt. „Als ich von dem Wettbewerb gehört habe, mit dem die Stadt Siegburg eine festliche Posaunenmusik anlässlich des 950-jährigen Stadtjubiläums gesucht hat, hat es bei mir sofort geblitzt. Auch, weil Siegburg für mich eine besondere Stadt ist.“ Peter Eich hat schon mehrere Musikstücke komponiert, unter anderem das Orchesterwerk „Umkehr und Stille“. „Mit Werken für Posaunenensembles hatte ich wenig Erfahrung“, so Eich. „Dafür bin ich aber mit höchster Motivation an die Sache herangegangen.“

Die Wettbewerbsteilnehmer konnten entweder ein Stück für vier oder acht Posaunisten komponieren. Peter Eich hat sich für die größere Variante entschieden. „Weil ich da einfach mehr Vielfalt und mehr Möglichkeiten hatte.“ Der dreifache Familienvater hat sich für ein eher traditionelles Werk entschieden. „Ich habe ein freudiges und fröhliches Stück für meine Heimat komponiert“, beschreibt er es selbst.

Fünf Monate hat es gedauert, bis Peter Eichs „Festmusik“ fertig war. „Wenn ich komponiere, bin ich gedanklich damit eigentlich Tag und Nacht beschäftigt.“ Für seine Arbeit brauche er zwei Komponenten, nämlich das Klavier und ein Computerprogramm. „Früher habe ich immer alles selbst aufgeschrieben. Diese Arbeit übernimmt jetzt das Computerprogramm.“ Eich hat sich gegen 24 Komponisten aus der Schweiz, Österreich, Deutschland und Frankreich durchgesetzt, den ersten Preis teilt er sich mit dem Japaner Shigeru Kan-No, der mit einem sehr modernen Posaunenquartett an dem Wettbewerb teilgenommen hat.

Ganz besonderes Erlebnis

Ein besonderes Erlebnis war für Hans Eich, als sein Werk in Siegburg beim Preisträgerkonzert uraufgeführt wurde. „Es ist ein sehr anspruchsvolles, ein sehr schwieriges Stück. Und ich glaube nicht, dass ich es so schnell noch einmal hören werde.“ In Siegburg hat das Posaunenensemble der Musikhochschule Köln das Stück des Düreners gespielt. Eich: „Die Leitung hatte Professor Ulrich Flad. Der ist unter anderem erster Posaunist bei den Bayreuther Festspielen.“

Sein Herz habe fast zu schnell geschlagen, als er sein Werk zum ersten Mal von acht Posaunen gehört habe. „Besser hätte ich es mir nicht vorstellen können. Es war einfach ein absolut unglaublich schönes Erlebnis für mich.“ Als besonderes Schmankerl hat Eich übrigens auch das Wort Siegburg in seine Komposition einfließen lassen – jedenfalls die Buchstaben, die es auch als Noten gibt, also Es (für S), E, G, B und nochmal G. „Das war mir einfach wichtig“, so Eich lächelnd. Und da ist sie wieder sichtbar, seine Leidenschaft für die Musik.

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