Dürener Firma produziert revolutionären Teppich für Flugzeuge

Von: Jörg Abels
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Seit wenigen Wochen ist Gerhard Hoffe alleiniger Geschäftsführer beim Dürener Traditionsunternehmen Anker Teppiche. Für die Ausstattung von Passagierflugzeugen präsentiert Alexander von Fuchs-Nordhoff eine neue, besonders leichte Anker-Entwicklung. Foto: Jörg Abels
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Der Beiratsvorsitzende Aurel Schoeller. Foto: Jörg Abels

Düren. Vertriebsleiter Alexander von Fuchs-Nordhoff spricht von einem revolutionär neuen Teppichboden, den die Dürener Firma Anker speziell für die weltweit weiter rasant wachsende Luftfahrtindustrie entwickelt hat. Dort, wo Gewicht und damit Treibstoffkosten den Wettbewerb diktieren, zählt jedes Gramm.

Die Anker-Innovation, die noch in diesem Jahr erstmals in einem Passagierflugzeug getestet und in der zweiten Jahreshälfte 2018 auf den Markt kommen soll, ist 50 bis 70 Prozent leichter als bisher in Passagierflugzeugen eingebaute Teppiche, erklärt von Fuchs Nordhoff. In Verbindung mit der Haltbarkeit spricht er von einem echten Alleinstellungsmerkmal in der Branche, in das das Dürener Traditionsunternehmen große Hoffnungen setzt. „Vor allem für Billigflieger ist das Produkt sehr interessant.“

Neben dem klassischen Objektgeschäft, der Ausstattung von Hotels, Bank-, Büro- und Verwaltungsgebäuden, ist das Luftfahrgeschäft seit vielen Jahren das zweite große Standbein der Firma Anker – mit stetig wachsender Tendenz. Während das Objektgeschäft 2016 um fünf Prozent schrumpfte, wuchs das Luftfahrgeschäft um fünf Prozent, wie Geschäftsführer Gerhard Hoffe berichtet.

Nach drei Wachstumsjahren gegen den Branchentrend in Folge musste das in sechster Generation geführte Familienunternehmen 2016 wieder einen Umsatzrückgang hinnehmen. In einem weiterhin sehr schwierigen Marktumfeld sank der Umsatz von 54,6 Millionen auf 51,8 Millionen Euro oder 5,2 Prozent. Für Hoffe und das neu formierte Anker-Führungsteam nicht zufriedenstellend, angesichts doppelt so hoher Einbußen bei Mitbewerbern aber noch akzeptabel. Zum Jahresüberschuss macht die Geschäftsleitung keine Angaben. Aufgrund von Einmaleffekten aber sank er auf „einen Betrag im unteren sechsstelligen Bereich“, wie Finanzchef Christian Sporleder erklärt: „Ohne die Einmaleffekte hätte er sich auf Vorjahresniveau bewegt.“

Kreative Speziallösungen

Angesichts einer weiterhin hohen Eigenkapitalquote und geringer Bankverbindlichkeiten ist das für den Beiratsvorsitzenden Aurel Schoeller noch kein Grund zur Sorge. „Wir sind am Markt trotz eines schwierigen Umfelds gut aufgestellt, müssen aber in Zukunft verstärkt international wachsen“, betont der Gesellschafter, der seit dem Tod seines Bruders Markus im Jahr 2015 die Familieninteressen im Unternehmen vertritt. „Die Gesellschafter erwarten für die Zukunft ein stärker profitables Wachstum.“ Derzeit ist es vor allem das Luftfahrtgeschäft, das mit Kunden vor allem im Nahen Osten und den USA für den Exportanteil von 43 Prozent sorgt, im Objektbereich ist Anker in Deutschland stark in der Schweiz gut aufgestellt, hat aber in anderen Märkten noch großes Potenzial.

Und das wollen Hoffe und sein Team mit kreativen Speziallösungen nutzen. Gerade für Hotels hat Anker auch 2017 wieder eine ganze Reihe neuer Designs entwickelt, die Innenarchitekten und Bauherren inspirieren sollen, wie Marketingleiter Thomas Riesmeier erklärt. Dabei gewinnt im Objektbereich die Teppichfliese immer mehr an Bedeutung. Und auch der Faktor Akustik spielt bei der Teppichbodenauswahl eine immer größere Rolle, betont Hoffe.

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