Dürener Entenrennen: Doping ist bei dieser Sportart kein Thema

Von: Stephan Johnen
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Das Teilnehmerfeld ist seit vielen Jahren äußerst farbenfroh: Bis auf einen kleinen Rest haben alle 3500 Entchen einen „Trainer“ gefunden. Das große Rennen startet am Samstag, 6. August, um 14.30 Uhr auf der Rur. Foto: Johnen
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Dr. Hans-Friedrich Ott ist Präsident des Lions Clubs Düren-Rurstadt. Foto: Johnen

Düren. Tausende Teilnehmer wetteifern jedes Jahr um den Titel, das Gedränge an der Startlinie ist gewaltig. Doch seit der Premiere des Rennens ist den Organisatoren noch kein schwarzes Schaf ins Netz gegangen. „Du kannst bei dieser Sportart nicht dopen“, attestiert Dr. Hans-Friedrich Ott. Der 67-Jährige ist Präsident des Lions Clubs Düren-Rurstadt und blickt voller Vorfreude auf den Samstag.

Dann nämlich startet auf der Rur das 9. Dürener Entenrennen des Lions Clubs für einen guten Zweck. 3500 Entchen aus Hartplastik werden sich ab 14.30 Uhr ins Getümmel stürzen. Auf die Gewinner, also die Besitzer der Sieger-Enten, warten attraktive Preise.

Wirklich effektive Möglichkeiten, die Enten beispielsweise mit einem Segel oder Seitenflossen zu dopen und schneller zu machen, gebe es zwar erfahrungsgemäß nicht, sagt der Präsident. Der Fantasie bei der Verzierung der Enten sei jedoch keine Grenzen gesetzt. Von Natur und Fabrik aus Gelb, werden sich viele Rennteilnehmer auch in diesem Jahr äußerst farbenprächtig präsentieren. Sehr zur Freude der zahlreichen Zuschauer, die das Rennen entlang der Rur bis zur Johannesbrücke am Stadtpark verfolgen.

Mit dem Erlös des Entenrennens möchte der Förderverein des Lions Clubs wie auch in den Vorjahren soziale und kulturelle Projekte für Kinder und Jugendliche sowie Senioren in Düren unterstützen. Auch der Hilfsfonds, mit dem Menschen in Notsituationen unbürokratisch geholfen werden kann, soll gespeist werden. „Etwa 35.000 bis 40.000 Euro kommen pro Rennen für den guten Zweck zusammen“, bilanziert Club-Präsident Hans-Friedrich Ott.

Das erste Rennen fand im Jahr 2008 statt. „Ich war zunächst kritisch, ob die Leute damit etwas anfangen können“, blickt der pensionierte Mediziner zurück. Ein Entenrennen auf der Rur? Doch die Idee kam gut an. Sehr gut sogar. „Die Dürener waren von Anfang an begeistert“, berichtet Ott.

Schnell habe sich neben dem eigentlichen Rennen ein zusätzlicher Wettkampf entwickelt: das Herausputzen der gelben Entchen. Die Teilnahme am Rennen ermögliche es zu helfen, etwas Gutes zu tun. „Gleichzeitig befriedigt es auch die Wettleidenschaft der Menschen“, sagt Ott augenzwinkernd. Die Rur wird am letzten Annakirmes-Wochenende so etwas wie die Dürener Galopprennbahn.

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