Dürener Dart-Team vor erfolgreichem Abschluss der Bundesliga-Saison?

Von: Ines Kubat
Letzte Aktualisierung:
11479584.jpg
fsg

Düren. Den Pfeil in der einen, das Bier in der anderen Hand? So stellt man sich typischerweise Dartspieler vor, wie sie in verrauchten Kneipen stehen. Dass das Vorurteil längst überholt ist, sieht man unter anderem daran, wie frenetisch die Teilnehmer der Steel-Darts-Weltmeisterschaft gefeiert werden, oder daran, dass die Spiele immer häufiger im Fernsehen übertragen werden.

Auch für Maik Jansen ist der Dartsport längst mehr als ein Zeitvertreib. Es ist für ihn Hobby, Passion, Sport. Seit 14 Jahren spielt der 32-Jährige E-Darts, wurde damals als Ersatz für ein fehlendes Teammitglied rekrutiert und war schnell sehr erfolgreich. Vor einigen Jahren gründete er mit anderen Spielern die „Magic Darts“, die sich Anfang des Jahres in „Magic Team Düren“ umbenannt haben. Warum? Damit sie ihre Heimatstadt im Namen tragen. Denn die acht Darter aus Düren spielen bereits in der dritten Saison in der Bundesliga des E-Darts.

In Deutschland gibt es fünf Dart-Bundesligen. Die Dürener spielen in der Bundesliga West. Als sie 2014 aufgestiegen sind, sei das „der Wahnsinn“ gewesen. „Keiner hatte damit gerechnet“, erinnert sich Jansen. Vor allem in Düren hätten einige geunkt, dass das Team bereits nach der ersten Saison mit Null Punkten wieder absteigen würde.

Weit gefehlt, wie die Bilanz der vergangenen Jahre zeigt: In der ersten Saison wurden sie Fünfter, in der zweiten Saison erreichten sie den vierten Platz. Nun, kurz vor Saisonende, teilen sie sich den zweiten Platz mit einem anderen Team. Die Pole-Position können sie zwar nicht mehr erreichen, sagt Jansen. Der zweite Platz läge allerdings durchaus im Bereich des Möglichen.

Das „Magic Team Düren“ ist die einzige Dürener Mannschaft in der Bundesliga. Aber dabei soll es nicht bleiben. Jansen hat bereits ein zweites Team gegründet. Und das ist derzeit auf einem Höhenflug: Schon jetzt ist klar, dass die „Zweite“ die Bezirksliga „Grenzlandliga“ in Richtung Bezirksoberliga verlassen wird. Und danach kommt direkt die Bundesliga, wenn es nach Maik Jansen geht.

Trainiert wird selten gemeinsam im Vereinsheim in Düren, weil die Mannschaftsmitglieder teilweise aus dem Raum Alsdorf, der Eifel und sogar aus Holland kommen. Wie Maik Jansen haben auch die anderen Spieler einen eigenen Automaten daheim und trainieren in ihrer Freizeit individuell. Daher kann er auch mit dem Vorurteil „Kneipendart“ weiter aufräumen.

Ehrgeizig müssen sie auch sein, wenn sie irgendwann mal das große Ziel „Weltermeisterschaft in Las Vegas“ erreichen wollen. Das sei aber nicht nur viel Arbeit, sondern auch ein sehr hoch gestecktes Ziel angesichts der großen Konkurrenz, sagt Jansen bescheiden. Zunächst müssen sie den Saisonabschluss im Blick behalten. Und der hängt auch von dem letzten Heimspiel am 16. Januar gegen die „Grenzland-Piraten“ aus Eschweiler ab. Dann wird sich zeigen, ob es zum Bundesliga-Treppchen reicht.

Leserkommentare

Leserkommentare (0)

Sie schreiben unter dem Namen:



Diskutieren Sie mit!

Damit Sie Artikel kommentieren können, müssen Sie sich einmalig registrieren — bereits registrierte Leser müssen zum Schreiben eines Kommentars eingeloggt sein. Beachten Sie unsere Diskussionsregeln, die Netiquette.

Homepage aktualisiert

Finden Sie jetzt neue aktuelle Informationen auf unserer Startseite

Wieder zur Homepage

Die Homepage wurde aktualisiert