Dürener bricht in Kita ein und bittet Polizei um Hilfe

Von: red/pol
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Wohnungseinbruch
Der Einbrecher schlug eine Glasscheibe ein, um durch das Loch in den Kindergarten einzudringen. Symbolfoto: Daniel Maurer

Düren. In der Nacht zu Mittwoch wurde ein 48 Jahre alter Mann aus Düren vorläufig festgenommen, weil er im Verdacht steht, einen Einbruch in einen Kindergarten begangen zu haben. Die Umstände seiner Festnahme sind außergewöhnlich.

Etwa gegen 4.10 Uhr machte die ausgelöste Alarmanlage auf das Geschehen in der Kindertagesstätte an der Antwerpener Straße aufmerksam. Die informierten Polizeibeamten eilten mit mehreren Streifenwagen zum Tatort.

Einer der Polizeiwagen wurde kurz vor Erreichen des Einsatzortes von einem Fußgänger angehalten. Es handelte sich um einen 48 Jahre alten Dürener, der augenscheinlich alkoholisiert war und die Beamten darum bat, einen Rettungswagen zu verständigen. Er habe eine Verletzung am Fuß und müsse in ein Krankenhaus gebracht werden.

Die Polizisten kontrollierten den nächtlichen Spaziergänger, notierten seine Personalien und ließen ihn vom Rettungsdienst abholen. Später am Einbruchsort konnte festgestellt werden, dass jemand eine Glasscheibe eingeschlagen und durch das so entstandene Loch in den Kindergarten eingedrungen war.

Augenscheinlich war nichts gestohlen worden, doch der Täter hatte etwas zurückgelassen: eine deutliche Schuhabdruckspur. Die Polizisten fotografierten diesen Abdruck, fuhren ins Krankenhaus und verglichen die Spur mit den Schuhen des soeben eingelieferten 48-Jährigen.

Aufgrund des auffälligen Profils und den Gesamtumständen - der Verdächtige führte Handschuhe und eine Taschenlampe mit und war ja in unmittelbarer Nähe zum Tatort angetroffen worden - erklärte ihm die Polizisten, dass er vorläufig festgenommen würde.

Die Polizei vermutet, dass sich der 48-Jährige bei der Tatausführung derart am Fuß verletzte, dass er nicht ins polizeiliche Gewahrsam mitgenommen werden konnte. Unter Bewachung wartete er stattdessen auf eine erforderliche Operation.

Zum Vorwurf des Einbruchs wollte er sich zunächst nicht äußern.
 

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