Dürener bauen eine Brücke nach Afrika

Von: ch
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Als wäre es ein Stück von ihm: Leonhard Brück, stellvertretender Vorsitzender des Fördervereins, gestaltete mit Father Lukas, dem ehemaligen Pfarrer Alfred Bergrath und dessen Nachfolger Hans-Otto von Danwitz (von links) den Festgottesdienst zum 25-jährigen Bestehen der Partnerschaft zwischen St. Marien in Düren und St. Mary´s in Mavanga. Foto: Hahn

Düren. In der Dürener Innenstadt kamen die Katholiken am Sonntag nicht aus dem Feiern heraus: Während in St. Anna Sänger und Gläubige das 20-jährige Jubiläum des Seniorenchors feierten, begingen in der nahen Kirche St. Marien die Gottesdienstteilnehmer das 25-jährige Bestehen der Partnerschaft ihrer Gemeinde mit den Katholiken von St. Mary´s in dem tansanischen 8000-Seelen-Ort Mavanga.

Die Eucharistiefeier in St. Marien wurde von nachhaltigen afrikanischen Akzenten geprägt. So wurde der Gesang der Gläubigen von einem Perkussionsensemble der Dürener unter Leitung von Hedi Flatten mindestens ebenso getragen wie von der traditionellen Orgel.

Wenig zu spüren war auch von dem eher reservierten Verhalten von Christen bei der Feier der Eucharistie: Händeklatschen war beispielsweise nicht nur erlaubt - es war auch erwünscht.

So folgte auch Father Lukas aus der Partnergemeinde, der zusammen mit seinen Amtsbrüdern Alfred Bergrath, der als ehemaliger Pfarrer von St. Marien die Kontakte vor einem Vierteljahrhundert maßgeblich mit geknüpft hatte, und Hans-Otto von Danwitz sowie Fahnen-Abordnungen der Schützen und der Kolpingfamilie in die Kirche eingezogen war, dem Takt der Trommeln und dem Rhythmus der Lieder.

In seiner Predigt bettete Pfarrer von Danwitz die Feier des Jubiläums in den Kontext des Evangeliums ein. Gott sei „kein Gott der Toten, sondern der Lebenden”. Mithin sei es Christenpflicht, für die Lebenden einzutreten - so wie im Falle der Partnerschaft zwischen Düren und Mavanga im Südwesten Tansanias geschehen.

Zugänge zu sauberem Wasser und sicherer Elektrizität zu schaffen: Auch das war in den zurückliegenden 25 Jahren für die deutschen Freunde der Ostafrikaner Programm.

Auf dieses Vierteljahrhundert blickte auch Leonhard Brück, der stellvertretende Vorsitzende des die Partnerschaft tragenden „Fördervereins für Entwicklung und Frieden St. Marien in Düren” bei seiner Ansprache nach dem Gottesdienst zurück. In bewegenden Worten dankte Brück den Pionieren dieser Kontinente umspannenden Kontakte, darunter den bei der Festmesse anwesenden Clemens Bolzau, Karl-Heinz Jannes und Traudel Maas.

Gleichzeitig nahm der Vizevorsitzende seine Zuhörer in die Pflicht und rief aus: „Mavanga braucht uns noch”, um dem hinzuzufügen: „Es gibt noch viel zu tun - packen wir es gemeinsam an!” Der aufrauschende Beifall zeigte an, dass Brück diesen Appell ganz sicher nicht vergebens lanciert hatte.
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