Düren muss Widerstand der SVG brechen

Von: Franz Sistemich
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Marvin Prolingheuer und seine Mannschaftskameraden wollen heute die Niederlage gegen Königs Wusterhausen im Auswärtsspiel bei der SVG Lüneburg vergessen machen. Foto: Guido Jansen

Düren. „Wir haben mit der SVG Lüneburg noch Rechnungen offen“, sagte am Freitag Marvin Prolingheuer. Der Diagonalangreifer der SWD Powervolleys Düren saß mit seinen Teamkollegen und Trainer Tommi Tiilikainen im Bus auf der Fahrt in die niedersächsische Heide, wo sie Samstag ab 20 Uhr spielen werden.

In Lüneburg hatten die Volleyballer aus dem Rheinland oft Probleme. Die bittersten Niederlagen kassierten die Dürener im Pokal beziehungsweise in der Play-off-Runde. „Wir wollen jetzt zeigen, dass wir bei der Mannschaft von Stefan Hübner unser bestes Volleyball spielen können, auch weil wir es am Sonntag im Heimspiel gegen die Netzhoppers aus Königs Wusterhausen nicht geschafft haben, unsere Leistung abzurufen.“

Die Niederlage gegen die Mannschaft des früheren Dürener Coach Mirko Culic wurmt immer noch. Der überragende Björn Andrae führte sein vom Trainer taktisch hervorragend eingestelltes Team zum verdienten 3:1-Auswärtssieg.

„Es ist ärgerlich zu verlieren, wenn du selbst deine Leistung nicht gebracht hast“, meinte Prolingheuer. Wenn man auf hohem Niveau agiert und selbst alles gegeben habe, dann könne man dem Gegner neidlos zum Sieg gratulieren. „Aber Sonntag haben wir die Netzhoppers nicht unter Kontrolle bekommen, weil wir nicht gut gespielt haben. Und das ärgert.“

Die Niederlage nahm der Dürener Trainer auf seine Kappe: „Ich habe die Mannschaft nicht hinreichend auf ihre Aufgabe vorbereitet“, sagte Tiilikainen. Die Aufgabe heißt also SVG Lüneburg, und der Coach sagte am Ende der Trainingswoche: „Wir sind definitiv bereit für die nächste Show.“

Die Ausgangslage ist klar: Düren hat als Tabellenvierter vier Punkte Vorsprung vor dem Gastgeber auf Rang fünf. Mit dem viertletzten Spiel vor Beginn der Play-off-Runde könnte Düren im Kampf um den wichtigen vierten Platz den Vorsprung vorentscheidend auf bis zu sieben Punkte ausbauen. Gewinnen die Spieler von Stefan Hübner, ist das Rennen weiter offen.

Letzteres wollen die Dürener natürlich vermeiden, auch wenn sie den Gastgebern Respekt zollen: „Die Lüneburger haben ein wirklich gutes Team. Vor allem zu Hause spielen sie besonders stark“, sagte der Trainer. Und sein Diagonalangreifer ergänzte: „Die Lüneburger kämpfen ungemein, haben gute Aufschläge wie auch eine starke Block- und Feldabwehr. Da gilt es, ihren Widerstand zu brechen.“

Es wird nicht leicht sein, das eigene Spiel durchzuziehen, weil die Halle in Lüneburg schon eine spezielle ist. Erstens ist sie niedrig, zweitens sitzen die Zuschauer sehr nah am Spielfeld. Folglich gilt: „Du kannst den Ball vor einem Aufschlag nicht so hoch werfen wie in der Arena. Und auch bei der Annahme musst du dich umstellen: Du darfst den Ball nicht so hoch abspringen lassen, außerdem kannst du wegen der engen Hall einem Ball auch nicht so hinterherlaufen wie in Düren“, erklärte Prolingheuer.

Nichtsdestotrotz: „Für uns kommt es darauf an, wieder so zu spielen, wie wir Volleyball spielen wollen“, erklärte Tiilikainen. Und dieses Vorhaben kann er mit fast komplettem Kader in Angriff nehmen. Bis auf den operierten Ossi Rumpunen sind alle Spieler fit.

Die Halle ist im Übrigen bereits ausverkauft.

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