„Düren-Marcodurum“: Präsident Kurt Matejit zieht positive Bilanz

Von: Sandra Kinkel
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Eingefleischter Dürener und begeisterter Sportler: Kurt Matejit (62) ist amtierender Präsident des Lions-Clubs „Düren-Marcodurum“. Foto: kin

Düren. Kurt Matejit mag Sport. Er läuft regelmäßig und spielt ab und zu Golf. Sein Interesse für Kultur dagegen, das sagt der 62-Jährige selbst, ist eigentlich nie besonders ausgeprägt gewesen. Das ist seit fünf Jahren anders. So lange ist Matejit Mitglied des Lions-Clubs „Düren-Marcodurum“.

Und der veranstaltet bekanntermaßen seit 18 Jahren unter dem Motto „Dürener Köpfe“ Kulturtage auf Schloss Burgau. „Ich finde es gut“, sagt Matejit, im Augenblick amtierender Präsident des Lions-Clubs, „auch mit Themen konfrontiert zu werden, die sich einem sonst nicht so erschließen. Das erweitert den Horizont.“

Die Kulturtage des Lions-Clubs sind aus dem Dürener Kulturleben längst nicht mehr wegzudenken. Familientag, Party, Kunstausstellung und Talkrunde – auch in diesem Jahr haben wieder weit mehr als 2500 Menschen die Veranstaltungen des Lions-Clubs besucht. „Natürlich sind manche Abende besser besucht als andere“, sagt Kurt Matejit. „Grundsätzlich kann man aber schon sagen, dass es in Düren eine große Nachfrage im Bereich Kultur gibt.“

Die Kulturtage auf Schloss Burgau sind eine der Haupteinnahmequellen des Lions-Clubs „Düren-Marcodurum“. Rund 35.000 Euro kommen dank Eintrittsgeldern und Sponsoren im Schnitt jedes Jahr zusammen. Mit einem ähnlichen Ergebnis rechnet Kurt Matejit auch in diesem Jahr. „Wir werden die 400.000-Euro-Marke vermutlich knacken.

Auf dieses Ergebnis unserer 18 Kulturtage können wir, glaube ich, stolz sein.“ Der Erlös aus diesem Jahr geht an den Dürener Kulturbetrieb, um ein Seniorentheater ins Leben zu rufen, ans städtische Jugendamt zur Unterstützung der Feriencamps am Dürener Badesee, die Lebenshilfe und das Heinrich-Böll-Haus in Langenbroich. „Ein Teil des Geldes“, ergänzt Matejit, „fließt zudem in unseren Feuerwehrfonds, mit dem wir Menschen, die unverschuldet in Not geraten sind, schnell und unbürokratisch helfen.“

Für Kurt Matejit ist die Arbeit beim Lions-Club eine Herzensangelegenheit, die er aus Überzeugung tut. „Die Vorbereitung der Kulturtage“, sagt er, „kostet die Mitglieder unseres Clubs und deren Frauen rund 2000 Stunden Arbeit. Das ist mehr als die Jahresleistung eines Vollzeitarbeiters. Aber wir leisten diese Arbeit sehr gerne.“

Als Matejit vor fünf Jahren gefragt wurde, ob er sich eine Mitgliedschaft im Lions-Clubs „Düren-Marcodurum“ vorstellen könne, musste er nicht lange überlegen. „Die Arbeit dieses Clubs hat mich wirklich überzeugt. Im Laufe der Jahre sind echte Freundschaften entstanden. Das ist einfach schön.“ Dass Lions-Clubs immer noch den Ruf haben, ziemlich elitär zu sein, kann Matejit nur schwer nachvollziehen. „Zumindest gibt es in unserem Club Menschen mit einer breiten Palette von unterschiedlichen Berufen. Und es ist ganz sicher nicht das Selbstverständnis unserer Mitglieder, elitär zu sein.“

Wenn die 18. Kulturtage morgen zu Ende gehen, wird es nicht lange dauern, bis die Lions-Freunde mit den Vorbereitungen für 2018 anfangen. „Dürener Köpfe gibt es noch genug“, sagt Kurt Matejit schmunzelnd. „Da braucht sich keiner Sorgen zu machen.“ Vermutlich wird der Lions-Präsident zunächst aber wieder einmal häufiger seine Laufschuhe schnüren. Vielleicht, damit er den Kopf frei und neue Ideen für die kommenden Kulturtage bekommt.

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