Düren gegen Friedrichshafen: Das Siegerkleid liegt schon bereit

Von: Sandra Kinkel
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Eine gute Stimmung und einen jubelnden Roman Sauss will das Publikum auch am Samstag in der Arena Kreis Düren erleben. Foto: kin
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Eingefleischte Volleyballfans: Esther Peterhoff (r.) und ihre Schwägerin Inge Peterhoff. Foto: kin

Düren. Ihr rotes Kleid hat Inge Peterhoff schon aus dem Kleiderschrank genommen. „Ich habe dieses Kleid getragen, als Düren gegen Friedrichshafen gewonnen hat. Das ist das Siegerkleid. Und ich ziehe es am Samstag auf jeden Fall wieder an.“

Nein, abergläubig sind Inge Peterhoff (64) und ihre Schwägerin Esther Peterhoff (68) nicht. Die beiden Frauen hoffen nur, dass die SWD Powervolleys an Karsamstag das zweite Play-off-Halbfinale gegen den VfB Friedrichshafen gewinnen. „Ich bin sicher, dass das klappt“, sagt Esther Peterhoff. „Ich tippe auf 3:2 für Düren.“

Esther und Inge Peterhoff können sich ein Leben ohne Bundesliga-Volleyball nur schwer vorstellen. Esther Peterhoff hat selbst zwölf Jahre gespielt und mit der Damenmannschaft des DTV sogar den Sprung in die Zweite Bundesliga geschafft. „Die Frauen waren früher besser als die Männer“, sagt sie schmunzelnd. Als die Volleyball-Herren dann in die Erste Liga gekommen sind und Esther Peterhoffs mittlerweile verstorbener Mann Erich sich stark für den Verein und hochklassigen Volleyballsport in Düren einsetzte, hat auch Esther Peterhoff sich für den Klub engagiert – genau wie Schwägerin Inge.

Esther Peterhoff: „Als die Heimspiele noch in der Sporthalle des Burgau-Gymnasiums stattgefunden haben, haben wir vorher zu Hause um die 80 Brötchen geschmiert und Frikadellen gebraten. Die Sachen und natürlich Getränke wurden dann verkauft, der Erlös kam dem Verein zugute.“ Die beiden Schwägerinnen und ihre Mitstreiterinnen waren quasi für das Catering in der Halle zuständig. Seitdem die Spiele in der Arena Kreis Düren stattfinden, kümmern sie sich um den Kartenverkauf und die Kartenkontrolle. „Ich sitze im Kassenhäuschen“, erzählt Inge Peterhoff. „Und meine Schwägerin kontrolliert die Tickets am Eingang in die Halle.“ Viele Fans kennen die beiden Frauen seit Jahren, immer wieder wird kurz geplaudert. „Die Menschen, die zu den Heimspielen kommen“, sagt Esther Peterhoff, „sind eigentlich immer gut gelaunt und freuen sich auf einen schönen Abend. Es macht Spaß, sie zu begrüßen.“

Einmal ausverkauft

Nur einmal haben es die beiden Frauen in all den Jahren erlebt, dass die Arena ausverkauft war. „Das war auch bei einem Spiel gegen Friedrichshafen“, erinnert sich Inge Peterhoff. „Es gab keine Abendkasse mehr, weil schon vorher alle Karten weg waren. Da haben noch etliche Leute draußen gestanden und waren enttäuscht, weil sie nicht rein gekommen sind.“ Grundsätzlich seien die Samstagsspiele besser besucht als die Partien am Mittwoch, und am vollsten sei die Arena immer bei den Spitzenspielen. „Natürlich“, ergänzt Esther Peterhoff, „ist es heute nicht mehr so familiär wie früher. Und der Sport und das ganze Drumherum sind viel professioneller geworden.“

Klar, dass Esther und Inge Peterhoff auch nach ihrem ehrenamtlichen Dienst rund um die Kasse auch die Spiele verfolgen – und die Powervolleys lautstark anfeuern. „Früher hatten wir Holzrasseln dabei“, sagt Esther Peterhoff, „aber mittlerweile ist es in der Halle so laut, dass man die Rasseln gar nicht mehr hört. Heute feuern wir die Mannschaft nur noch mit unseren Stimmen an.“ Esther und Inge Peterhoff mögen die Atmosphäre in der Arena, sie mögen aber auch die Stimmung innerhalb der Mannschaft. „Der neue Trainer ist sehr emotional“, sagt Esther Peterhoff. „Und auch die Stimmung innerhalb der Mannschaft scheint sehr gut zu sein. Das merkt man als Zuschauer.“

Für Samstag wünschen die beiden Frauen sich, dass sie an der Kasse noch einmal richtig viel zu tun haben, die Arena wirklich voll wird und die Fans am Ende jede Menge Grund zum Jubeln haben. Mit Hilfe des roten Siegerkleides dürfte das zu schaffen sein.

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