Düren erwartet gegen Rottenburg mehr als eine Revanche

Von: Franz Sistemich
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Trainer Hans-Peter Müller-Angstenberger und sein TV Rottenburg treten am heutigen Samstag in der Arena Kreis Düren bei den Powervolleys an. Siegt Düren, haben die Hausherren neun Punkte Vorsprung auf das Team aus Baden-Württemberg. Foto: Guido Jansen

Düren. „Emotionen pur“: Volleyball-Bundesligist SWD Powervolleys Düren wirbt mit leidenschaftlichem Sport. Keinen Ball geben die Rheinländer verloren, jeder Spieler feuert jeden Spieler bei gelungenen Aktionen an oder muntert ihn bei missratenen auf. Und das Publikum honoriert die Leistungen der Spieler mit ausdauernder Unterstützung.

Am Samstag gastiert aber in der Arena Kreis Düren mit dem TV Rottenburg ein Team, das von der Emotion her lebt. Und das hat einen besonderen Grund: Trainer Hans-Peter Müller-Angstenberger. Der Coach gebärdet sich an der Außenlinie wie ein Irrwisch. Kaum eine Sekunde steht er ruhig da, kommentiert das Spiel nahezu pausenlos mit Bewegungen des ganzen Körpers. Müller-Angstenberger ist auch einer, der das Publikum anstachelt. Und das macht er erst recht mit seinen Jungs.

Wer gegen Rottenburg bestehen will, muss bei aller eigenen Emotionalität und der eigenen Volleyball-Klasse aber auch kühlen Kopf behalten, darf sich durch das Verhalten von Trainer und Spielern des TVR nicht aus dem Konzept bringen lassen.

„Der TV hat eine sehr unberechenbare Mannschaft“, sagt Dürens Coach Michael Mücke. „Rottenburg kann Sätze wie im Rausch spielen – und das auf einem enorm hohen Niveau.“

Im Hinspiel mussten die heutigen Hausherren diese unliebsame Erfahrung machen. Zwar gewannen die Dürener in Baden-Württemberg die Sätze eins und drei mehr als deutlich, doch im vierten Abschnitt und im Tiebreak war der TVR nicht mehr zu stoppen.

Ziel der Powervolleys ist es nun, überhaupt zu verhindern, dass sich der Gast in eben einen Rausch spielen kann. Nach drei Siegen in Folge kann Düren selbstbewusst auftreten: „Man sieht auch an unseren jüngsten Erfolgen, dass wir gut arbeiten“, erklärt der verletzte Kapitän Jaromir Zachrich.

Diese Engagement soll sich am Samstag auch gegen den TVR bezahlt machen, schließlich geht es um mehr als eine Revanche für die Hinspielniederlage: Düren kann einen weiteren Konkurrenten um die beste Ausgangslage für die Play-off-Runde distanzieren. Mit dem Sieg in Königs Wusterhausen wuchs der Vorsprung Dürens auf den Tabellensiebten auf zehn Punkte an.

Gewinnen die Rheinländer gegen Rottenburg, wächst der Vorsprung auf den TVR auf neun Punkte. Platz 5 wäre dann so gut wie sicher, die Aussichten auf den dritten oder vierten Platz würden immer besser.

Ein probates Mittel, den TVR in Schach zu halten, ist der Aufschlag. An ihm haben die Hausherren intensiv gearbeitet. Spieler wie Jaromir Zachrich oder Tomas Kocian erklären unisono, dass sie nun schon wegen kleinerer Veränderungen beim technischen Ablauf des Aufschlages mehr Druck auf die gegnerische Annahme ausüben können. Jüngst mussten Herrsching und eben die Netzhoppers die Dürener Stärke auch in diesem Element anerkennen.

Beim TVR ist man sich dessen bewusst: „Wir müssen uns auf Kracher von Düren im Aufschlag einstellen“, warnte Rottenburgs Außenangreifer Dirk Mehlberg. „Da geht die Dampflok ab“, sagte er weiter. Seine Mannschaft müsse schon in Annahme und im Aufschlag stabil sein: „Wir haben eine Chance – wenn wir bei den Aufgaben selbst Risiko gehen und druckvoll spielen“, sagte der Außenangreifer.

Die Powervolleys müssen weiterhin auf Zachrich verzichten, Steven Hunts Schulter bereit immer noch Probleme. Außenangreifer Jan-Philipp Marks dürfte aber Team und Trainer wieder zur Verfügung stehen.

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