Düren bekommt Vier-Sterne-Dorint-Hotel

Von: Jörg Abels
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Hotel Düren
Foto: F & S Concept
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Dorint kommt nach Düren: Die Kölner Gruppe wird das Vier-Sterne-Hotel und das Konferenzzentrum im Bismarck-Quartier betreiben. Foto: Abels/F & S Concept
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Investor Georg Schmiedel erklärten die Pläne. Foto: Abels/F & S Concept
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Karl-Heinz Pawlizki (Dorint, l.) erklärte die Pläne. Foto: Abels/F & S Concept

Düren. Das Geheimnis ist gelüftet, der Betreiber des Vier-Sterne-Hotels im neuen Bismarck-Quartier auf dem Gelände der ehemaligen Stadthalle steht fest. Investor Georg Schmiedel von der Euskirchener Firma F&S-Concept, der das 40-Millionen-Projekt mit dem Kreis Düren als Juniorpartner umsetzen wird, hat sich nach einer intensiven Sondierung am Markt für die „Neue Dorint GmbH“ aus Köln entschieden, die in Deutschland, den Niederlanden und der Schweiz bereits 38 Hotels betreibt.

„Ausschlaggebend war das Gesamtkonzept der Dorint-Gruppe“, betonte Schmiedel bei der Vorstellung des neuen Partners, der nach Aussage von Geschäftsführer Karl-Heinz Pawlizki in Düren ein „kreatives und modernes Gastronomiekonzept“ umsetzen will, das nicht nur den Hotel- und Tagungsgästen, sondern allen Bürgern offensteht.

Die „Neue Dorint“-Gruppe wird das Hotel mit seinen 120 Zimmern (240 Betten) für 20 Jahre anmieten, mit einer zweimaligen Verlängerungsoption von jeweils fünf Jahren, kündigte Schmiedel an. Gleichzeitig wird Dorint das Konferenz- und Tagungscenter bewirtschaften, dass die Gesellschaft für Infrastrukturvermögen des Kreises Düren (GIS) auf dem Gelände errichten wird. „Das Konferenzzentrum wird das Herzstück des Hotels“, kündigte Pawlizki an. In den vier Räumen, die multifunktional genutzt und zu einem großen, 400 Personen fassenden Saal kombiniert werden können, sollen Tagungen, Veranstaltungen und Familienfeiern stattfinden, die Gäste vorher und nachher im Hotel übernachten.

Sorge, die notwendige Auslastung von etwa 60 Prozent nicht zu erreichen, hat der Dorint-Geschäftsführer nicht. „Wir haben uns schon seit längerem für den Standort Düren interessiert.“ Pawlizki verwies auf eine Umfrage aus dem Jahr 2013. Schon damals hätten ortsansässige Unternehmen von einem großen Bedarf an Tagungsräumen und Hotelkapazitäten gesprochen. Pawlizki setzt aber auch auf die Nähe zum Forschungszentrum Jülich, will Gäste des Automobiltestzentrums Aldenhoven beherbergen und das Dürener Hotel als Alternative positionieren, wenn es an den übrigen Dorint-Standorten im Rheinland zu Engpässen kommt, beispielsweise während großer Messen in Köln. „Ich bin voll und ganz überzeugt vom Standort Düren“, betonte der Geschäftsführer.

Mit Investor Georg Schmiedel, der das Hotel mit komplettem Inventar vermietet, werden die Dorint-Verantwortlichen in den kommenden Tagen noch letzte Details absprechen und den bereits im Dezember bei der Stadt Düren eingereichten Bauantrag ergänzen. Schmiedel hofft, dass er die Baugenehmigung im August/September erhalten wird und dann umgehend loslegen kann. Der Vertrag mit Dorint lässt ihm vom Tag der Baugenehmigung bis zur Übergabe maximal zweieinhalb Jahre Zeit, der Investor aber geht davon aus, weniger als zwei Jahre für den Bau zu benötigen. Im Idealfall könnten Hotel und Konferenzzentrum im Sommer/Herbst 2018 öffnen.

Parallel wird der Investor in den kommenden Monaten mit der Vermarktung der 29 Eigentumswohnungen, darunter fünf Penthousewohnungen und dem Verkauf der 2600 Quadratmeter Fläche für Gewerbetreibende beginnen, schließlich steht das Gesamtprojekt unter dem Motto „Leben und Arbeiten im Bismarck-Quartier Düren“. Allein Dorint wird nach eigenen Angaben zwischen 40 und 45 neue Arbeitsplätze schaffen.

Landrat Wolfgang Spelthahn, (CDU) der nach Jahren des Stillstands auf dem innerstädtischen Filetgrundstück maßgeblich an der Umsetzung der Bismarck-Quartier-Pläne beteiligt war, sprach bei der Vorstellung des Hotelbetreibers von einem „Zeichen des Aufbruchs“ für Düren und die Region, von einem wichtigen Schritt für die Wirtschafts- und Tourismusförderung. Dass die Dorint-Gruppe so großes Interesse am Standort Düren habe, sei ein Lotterietreffer für die Region, betonte Spelthahn: „Ab 2018 hat kein Veranstalter in der Arena und kein Unternehmer mehr die Ausrede, dass es in Düren kein Angebot im hochwertigen Hotelsegment gibt.“ Er selbst hat erste Projekte für 2019 bereits fest vor Augen.

Was die Nutzung des Konferenzzentrums anbetrifft, werden sich Kreisverwaltung und Hotelbetreiber eng abstimmen, kündigte GIS-Geschäftsführer Peter Kaptein, wobei der Hotelbetrieb Vorrang genießen soll. Mit häufigen Terminüberschneidungen aber rechnet er nicht. Angemerkt

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