Düren als das Sprungbrett für höhere Ligen

Von: Franz Sistemich
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Freuen sich auf einen gemeinsa
Freuen sich auf einen gemeinsame Zeit bei den Sportfreunden im Grüngürtel: Vorsitzender Stephan Wolf, Takuya Morita, Norikazu Murakami und Harry Neumann (v.l.). Foto: Sistemich

Düren. Die Bilanz ist eindrucksvoll: 91 Tore erzielte Norikazu Murakami in 207 Spielen der S-League in Singapur. Diese Bilanz bedeutet: „Nori weiß schon, wo er hinschießen muss”, sagt sein neuer Trainer.

Der heißt Dirk Krischer und ist Coach des Fußball-Bezirksligisten Sportfreunde Düren.

Am Sonntag wird Krischer den 30-jährigen Japaner zum ersten Mal in einer Meisterschaftsbegegnung einsetzen. Im Heimspiel gegen den Lokalrivalen Schwarz-Weiß Düren 1896 wird der Offensivmann das Trikot der Ostdürener tragen: „Das bringt uns bestimmt noch ein paar Zuschauer mehr”, freut sich denn auch der Vorsitzende des Clubs aus dem Grüngürtel, Stephan Wolf.

Seit drei Monaten weilt Norikazu Murakami in der Kreisstadt, für die Dürener Sportfreunde ist er seit Beginn der Woche spielberechtigt. Den Kontakt hergestellt haben - wie könnte es anders sein - Gert Engels, der sportliche Leiter der Fußballschule „Soccer Life”, und Harry Neumann aus Merzenich, der die organisatorischen Angelegenheiten der Fußballschule vor Ort regelt.

Dass der 30-Jährige im Westen der Republik die Fußballschuhe schnürt, ist trotz der sehr guten Kontakte von Gert Engels, der etliche Jahre als Trainer in Japan arbeitete, doch ein Zufall. Norikazu Murakami, in den beiden vergangenen Spielzeiten in Australien unter Vertrag, lagen auch Angebote aus Indien und Thailand vor. Doch der Japaner suchte eine neue Herausforderung außerhalb Asiens.

Europa war sein Ziel, Deutschland besonders. Das Problem: Als es Murakami von der Südhalbkugel auf die nördliche Hälfte der Erde zog, hatten die Vereine in Deutschland ihre Personalplanungen abgeschlossen. Und deshalb spielt der Profi-Fußballer wie einst Willi Zander im Oststadion: „Wir bieten ihm in der Bezirksliga eine Plattform, auf der er sich für Vereine aus der Zweiten, Dritten oder Regionalliga anbieten kann”, sagt Stephan Wolf.

Dass Murakami, der vor seiner Profilaufbahn ein Jura-Studium absolvierte, den Sprung in höhere Ligen schaffen wird, ist für Wolf und Neumann eine klare Sache. Dass sein Verein nach den Zugängen von Andreas Elsig, Thomas Betzer und Olaf Ramm, mit Murakamis Landsmann Takuya Morita, der bei den Sportfreunden auch eine Jugendmannschaft trainiert, und eben mit dem 30-Jährigen noch stärker in den Blickpunkt der fußballinteressierten Dürener Öffentlichkeit rückt, ist Wolf klar: „Wir wollen hier aber behutsam etwas aufbauen, das lange Bestand haben soll; denn es ist eine Kunst, ein hohes Niveau zu halten.” Das Ziel der Sportfreunde heißt schon Landesliga.

Es muss aber nicht in dieser Saison erreicht werden. Aber mit Norikazu Murakami soll der Fußball noch begeisternder im Dürener Osten werden: „Die Mannschaft hat ihn positiv aufgenommen. Er kann eine Führungsrolle übernehmen, kann den Druck auf sich ziehen, die anderen Spieler folglich entlasten”, sagen Wolf, Neumann und Krischer übereinstimmend. So bleibt der Spaß erhalten, der den Erfolg bringt. Und der Norikazu Murakami den Sprung in bedeutend höhere Klassen ermöglichen soll.
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