DSB schlägt einen Naturfriedhof im Burgauer Wald vor

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Düren. Angesichts der sich wandelnden Bestattungskultur will die Stadt Düren in Zukunft auch die Beisetzung von Haustieren in einem abgegrenzten Bereich des Hauptfriedhofs im Dürener Osten anbieten.

Das geht aus einer Vorlage für den Betriebsausschuss Dürener Service Betrieb (DSB) hervor. In der Sitzung am 29. August soll dem Stadtrat ein Grundsatzbeschluss empfohlen werden, der neben einem Tierfriedhofs auch die Einrichtung eines Naturfriedhofs im Burgauer Wald vorsieht.

Wer auf einem Naturfriedhof unter Bäumen bestattet werden soll, muss eingeäschert werden. Nach den Überlegungen des DSB könnten die Bäume aufgrund ihrer Größe in verschiedene Kategorien aufgeteilt werden. So könnte es zum Beispiel sogenannte Familienbäume geben, die an Familien oder Freundeskreise veräußert werden, die eine gemeinsame Grabstätte wünschen, heißt es in der Vorlage.

Alternativ soll es Gemeinschaftsbäume geben, an denen einzelne Grabstätten denkbar wären. Am jeweiligen Baum kann nach der Beisetzung ein kleines Täfelchen mit dem Namen sowie dem Geburts- und Sterbedatum des Verstorbenen angebracht werden. Um die Einheitlichkeit zu wahren, sollen die Tafeln vom DSB zur Verfügung gestellt werden.

Areal an der L 327 ins Auge gefasst

Weiterer Grabschmuck soll nicht erlaubt werden, die Waldfläche nach der Beisetzung der natürlichen Sukzession überlassen werden. An einer zentralen Stelle im Wald soll ein in die Natur eingebetteter Versammlungsort entstehen.

Aus Sicht des DSB könnte ein Naturfriedhof im Burgauer Wald südöstlich von Niederau auf einem etwa acht Hektar großen Areal an der L 327 entstehen. Das Waldstück bestehe vor allem aus 80 bis 120 Jahre alten Traubeneichen, teilweise mit Waldkiefern und Lärchen gemischt, heißt es. Im Naturfriedhof soll es einen Bereich nur für Menschen geben, aber auch einen weiteren für Haustiere. In einem dritten soll es zudem möglich sein, dass Mensch und Tier an einem Baum beerdigt werden.

Der dritte Punkt des Grundsatzbeschlusses befasst sich mit Grabbeigaben. Seit kurzem sieht das Bestattungsrecht NRW vor, dass eingeäscherte Haustiere zeitgleich mit dem menschlichen Leichnam oder in ein bereits bestehendes Grab beigegeben werden können. Dies will jetzt auch die Stadt Düren unter bestimmten Voraussetzungen ermöglichen.

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