Drove und Kreuzau vor den Regenmassen schützen

Von: Sarah Maria Berners
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Ein Bagger für die Arbeit, Sp
Ein Bagger für die Arbeit, Spaten fürs Foto: An der L 249 lässt der Wasserverband Eifel-Rur ein Hochwasserrückhaltebecken errichten, das Drove, Niederdrove und Kreuzau schützen soll. Rolf Seel (Verbandsrat) (v.l.), Bürgermeister Walter Ramm, WVER-Vorstand Professor Wolfgang Firk und Dr. Ralf Nolten (Verbandsrat) haben sich die Baustelle angesehen. Foto: smb

Drove. Eigentlich ist der Wiesenbach ein kleines Gewässer. Er entspringt südlich von Drove, fließt entlang der L 249 und mündet bei Kreuzau in den Mühlenteich. Nur 3,5 Kilometer ist er lang. In den vergangenen Jahren ist dieser kleine Bach jedoch mehrfach über die Ufer getreten, wenn das Wasser vom Lohberg herunterstürzte - problematisch für Drove und Kreuzau und dort speziell für Niederdrove.

Eine Untersuchung des Wasserverbandes Eifel-Rur hatte 2006 gezeigt, dass Hochwasserschutzmaßnahmen am Wiesenbach notwendig sind. Seit einigen Wochen wird an dem Hochwasserrückhaltebecken am Oberlauf des Wiesenbachs gearbeitet. Große Erdmassen werden für das Becken bewegt.

1,6 Millionen Euro kosten Bauarbeiten, Planung und Grundstückserwerb. Das Land Nordrhein-Westfalen übernimmt mehr als die Hälfte der Kosten. „Wenn das Becken fertig ist, können einige Bürger wieder besser schlafen”, sagte Bürgermeister Walter Ramm bei einem Besuch auf der Baustelle.

800 Liter fließen ab

„Das Hochwasserrückhaltebecken ist so dimensioniert, dass es bei einem Hochwasser, wie es alle 100 Jahre vorkommt, den Hochwasserschutz für Drove, Niederdrove und Kreuzau gewährleisten kann”, sagte WVER-Vorstand Professor Wolfgang Firk.

Der Wiesenbach wird jetzt unterbrochen und in das Becken geleitet. Auch der Heidegraben, der den Abhang hinunter kommt, wird in das Becken geführt. Das Auslaufbauwerk kann laut WVER einen Wasserzufluss von bis zu zwei Kubikmetern pro Sekunde auf einen Abfluss von 800 Litern drosseln. Das Erdbecken mit kleinem Damm hat ein Volumen von 10 500 Kubikmetern. Weil sich das Becken in einem Wasserschutzgebiet befindet, muss es besonders abgedichtet werden. Die Durchlässe an den Stellen, an denen Wirtschaftswege den Bach kreuzen, wurden verbessert. An einigen Stellen wurde der Bach verbreitert und leistungsfähiger gemacht, so zum Beispiel am Ortseingang Kreuzau (von Drove kommend).

Im Juli sollen die Bauarbeiten abgeschlossen sein. Derzeit laufen die Planungen, um die Anwohner auch vor dem Wasser aus Boicher Bach, Drover Bach und Thumbach zu schützen. Die Becken bei Boich und Thum sollen den neuen Anforderungen angepasst werden, zwei weitere sollen gebaut werden.
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