Dreiste Trickdiebe: Hilfsbereitschaft wird ausgenutzt

Dreiste Trickdiebe: Hilfsbereitschaft wird ausgenutzt

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Handtaschendiebstahl
Vorsicht vor Trickdieben: Immer wieder haben Betrüger ein leichtes Spiel. Symbolbild: dpa

Erneut ist es einigen Trickdieben gelungen, die Hilfsbereitschaft einiger Menschen auszunutzen. Im Dürener Stadtgebiet sind am Donnerstag gleich drei Fälle der Polizei gemeldet worden. Auch wenn die Täter unterschiedlich waren, eines haben sie gemeinsam: Sie nutzen skrupellos andere Menschen aus.

Gegen 11.05 Uhr wurde eine 85 Jahre alte Dame auf der Kölner Landstraße von einer Frau angesprochen. Die Unbekannte bat freundlich darum, ob die Dürenerin einmal kurz eine Jacke anprobieren könne. Das Kleidungsstück sollte ein Geschenk für die Mutter der Fremden werden und jemand von ähnlicher Statur solle sie einmal anziehen. Während die Täterin beim An- und Ausziehen half, nahm sie unbemerkt einen Armreifen vom Handgelenk ihres Opfers, den sie vermutlich kurz darauf einer jüngeren Mittäterin übergab. Erst zu Hause bemerkte die 85-Jährige, dass ihr Schmuck fehlte.

Die Täterin wird auf 45 bis 55 Jahre geschätzt, war ungefähr 1,75 Meter groß und extrem korpulent. Ihr blondgefärbtes Haar hatte graue Strähnen. Bekleidet war die Frau mit einem Rock und einem T-Shirt. Ihre Komplizin war etwa 22 bis 30 Jahre alt, etwas kleiner und ebenfalls von kräftiger Statur ist. Sie hat kurze, dunkelblonde Haare.

Am gleichen Tag klingelte gegen 18.20 Uhr ein angeblicher Spendensammler an der Tür einer 31 Jahre Frau in der Brückenstraße. Der Mann bat zunächst um eine Spende, anschließend nutzte er die Toilette des Hauses und fragte schließlich noch nach einem Glas Wasser. Obwohl der zunächst hilfsbereiten Hausbewohnerin das Verhalten des Unbekannten merkwürdig vorkam, gelang es ihm in einem unbemerkten Moment, die Geldbörse seines Opfers an sich zu nehmen.

Das Alter des Mannes wird auf etwa 25 bis 35 Jahre geschätzt. Er ist ungefähr 1,80 Meter groß, schlank und wirkte mit seinem kurzen schwarzen Haar und einem Dreitagebart eher südländisch. Er war bekleidet mit einem pinkfarbenen T-Shirt, blauer Jeans mit braunem Gürtel sowie hellen Turnschuhen.

Kurze Zeit später, gegen 18.30 Uhr, wurde eine 81-Jährige Opfer eines trickreichen Pärchens. Sie war mit ihrem Fahrrad auf der Bismarckstraße in Richtung Schoellerstraße unterwegs. Während sie das Rad schob, fragte ein Mann nach dem nächstgelegenen Krankenhaus. Währenddessen hielt sich seine Begleiterin offenbar hinter dem Opfer auf und entwendete unbemerkt das Portemonnaie aus der Handtasche. Auch in diesem Fall bemerkte die Geschädigte erst später, dass ihre Hilfsbereitschaft ausgenutzt und ihre Geldbörse gestohlen worden war.

In diesem Fall ist der Täter ein junger Mann im Alter von geschätzten 17 bis 20 Jahren. Er ist etwa 1,65 Meter groß, von stämmiger Statur und hat kurze, dunkle Haare. Bekleidet war er mit einem T-Shirt und einer kurzen, dunkelgrauen Hose. Er sprach gebrochenes Deutsch. Seine Mittäterin schien 15 bis 18 Jahre alt zu sein. Außerdem ist sie ungefähr 1,50 bis 1,55 Meter groß und ebenfalls von stämmiger Figur. Sie hat schwarzes, lockiges Haar, das ihr bis zu den Schultern reicht und war bekleidet mit einem weißen Oberteil.

Die Vorfälle zeigen, dass Trickdiebe sich nicht ähneln. Männer und Frauen treten gleichermaßen in Erscheinung, mal alleine, mal im Duo. Der klassische Trickdieb lässt sich eben nicht einfach am Geschlecht oder an seiner Masche erkennen.

Hinweise zu den beschriebenen Tätern werden von der Einsatzleitstelle der Polizei unter der Nummer 02421/949-6425 entgegen genommen.

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