Dreimal Gold: Dürener Sportler in Seoul erfolgreich

Von: smb
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Dürener Weltmeister: Claudia Usai, Jürgen Kraß-Kuth und Michael Treubig. Foto: smb

Düren/Seoul. Bis mitten in die Nacht haben Michael Treubig, Claudia Usai und ihr Trainer Jürgen Kraß-Kuth in den vergangenen Monaten auf der Matte gestanden. Das Training der Kampfkunst „Hapkido“ war hart, aber es hat sich gelohnt: Von der Weltmeisterschaft im südkoreanischen Seoul haben die Dürener drei Goldmedaillen und eine Bronzemedaille mit nach Hause gebracht – und das sind nicht die einzigen Medaillen des Nationalteams der Deutschen „Hapkido-Federation“.

In elf Disziplinen haben sie sich gegen 22 Nationen durchgesetzt, zweimal gab es Silber und Bronze. 1100 Athleten waren nach Seoul gereist. „Unser Team hat sich gut entwickelt“, sagt Michael Treubig (25). Die WM in Südkorea war für ihn seine zweite. Vor drei Jahren hatte er mit Jürgen Kraß-Kuth in den USA Silber geholt.

In Seoul waren die Dürener im Team mit Sportlern aus Eschweiler, Wuppertal und Zülpich erfolgreich: In einer Choreographie, die viele Elemente der Kampfkunst – darunter auch Bruchtests – zeigt, verwiesen sie die Teams aus Mexiko, USA und Kolumbien auf die Folgeplätze. Claudia Usai und Michael Treubig holten zudem in der Kategorie „Selbstverteidigung“ Platz 1 und die 16 Jahre alte Schülerin des Burgau-Gymnasiums überzeugte bei ihrer ersten WM auch noch mit dem Langstock.

Jürgen Kraß-Kuth errang Bronze mit dem Nunchaku. Das ist die Waffe, die Bruce Lee berühmt gemacht hat. In Deutschland ist sie allerdings verboten. „Da hatte ich nur die Zeit in Korea, um mich vorzubereiten“, erklärt der Kampfsportler, der beim Dürener Ordnungsamt arbeitet. Großes Lob hat der Trainer für seine beiden Schützlinge: „Was die beiden an einem Tag trainieren, schaffen andere nicht in einer Woche.“

Teilweise standen sie bis zu sieben Stunden am Tag in der Halle. Der Ehrgeiz hatte sie gepackt und auch im Zusammenspiel lief es von Anfang an rund. „Die Chemie muss stimmen“, erklärt Michael Treubig. Zu kämpfen hatte das deutsche Team mit den klimatischen Bedingungen in Seoul. „Im Vergleich zu Korea, war das Wetter in Düren angenehm“, sagt Michael Treubig, der in der Stadtbücherei arbeitet. Die hohe Luftfeuchtigkeit hat den Kampfkünstlern zu schaffen gemacht. „Wir waren 24 Stunden lang nass geschwitzt“, beschreibt Jürgen Kraß-Kuth.

Eine Herausforderung, denn auf der Matte mussten die Sportler aufpassen, dass der Gegenspieler einem nicht aus den Händen flutscht. Neben Medaillen haben die Dürener viele Eindrücke von einer anderen Kultur gesammelt, haben sich die Sehenswürdigkeiten angeschaut. „Außerdem waren wir zu Vorführungen und Promotion-Aktionen eingeladen“, erzählt Jürgen Kraß-Kuth. Geschmeckt hat den Dürenern in Südkorea fast alles. Nur am „Kimchi“, einer Art pikantem Sauerkraut aus Chinakohl, schieden sich die Geister.

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