Kleinhau - Drei Varianten, keine Empfehlung

Drei Varianten, keine Empfehlung

Von: Stephan Johnen
Letzte Aktualisierung:
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Bleibt der Grundschulstandort Bergstein erhalten? Oder gibt es eine Zusammenlegung mit Vossenack? Diese Frage ist weiter unklar. Foto: sj

Kleinhau. Kommt die Zusammenlegung oder kommt sie nicht? Oder wird gar ein neues Schulzentrum in Kleinhau gebaut? Seit Monaten diskutiert die Politik in der Gemeinde Hürtgenwald über die Frage, ob die Grundschulstandorte Bergstein und Vossenack zusammengelegt werden.

Widerstand gibt es von der Bürgerinitiative „Pro Grundschule Bergstein“, die die Überlegungen aus finanziellen und pädagogischen Gründen in Frage stellt. Auch der Schulausschuss war nicht in der Lage, eine Handlungsempfehlung an den Rat zu geben. Drei Alternativen lagen auf dem Tisch, sie wurden allesamt abgelehnt. Die Ratssitzung am Donnerstag, 29. September, 18 Uhr, dürfte spannend werden.

In Zusammenarbeit mit einem Planungsbüro hatte die Gemeindeverwaltung drei Alternativen zur Umsetzung des Schulentwicklungsplans ausgearbeitet: Vorschlag 1 ist die Beibehaltung des Status quo mit drei Grundschulstandorten in Vossenack, Bergstein und Straß.

Vorschlag 2 sieht die Zusammenlegung der Standorte Bergstein und Vossenack und eine Integration Bergsteins in den Hauptstandort Vossenack vor. Dritter Vorschlag ist ein zentraler Grundschulstandort in Kleinhau, in den alle bisherigen Schulstandorte integriert werden. In den einzelnen Abstimmungen erhielt jeder Vorschlag nur sechs Ja-Stimmen und damit keine Mehrheit.

Besonders umstritten ist dieses Thema offensichtlich in der CDU-Fraktion. Während sich der Fraktionsvorsitzende Günther Hieke für eine Schließung Bergsteins aussprach, sehen dies längst nicht alle Fraktionsmitglieder so.

„Wir dürfen das nicht nur unter Kostenspareffekten betrachten“, forderte die CDU-Ratsfrau Ruth Wirtz eine Lösung, die einer „sich verändernden Schullandschaft gerecht werde“, also einen „zentralen Standort in Kleinhau“. Ob die CDU in der kommenden Woche geschlossen für einen Vorschlag abstimmen wird, ist damit zumindest fraglich.

Nach den Berechnungen der Experten in einer Machbarkeitsstudie zur Zusammenlegung der Grundschulen im Gemeindegebiet würde ein Neubau eines zentralen Grundschulstandortes etwa zehn bis 14 Millionen Euro kosten. Nicht geklärt ist bislang, was mit den derzeitigen Schulgebäuden nach einer Aufgabe passieren wird.

So oder so muss die Gemeinde Geld in die Hand nehmen: In der Machbarkeitsstudie werden die Sanierungskosten des Standortes Vossenack mit etwa 763.000 Euro beziffert, hinzukommen 170.000 Euro für die Inklusion. In Bergstein müsste die Gemeinde für die Sanierung 360.000 Euro ausgeben, 102.000 Euro für die Inklusion. Eine Zusammenlegung von Bergstein und Vossenack würde weitere 374.000 Euro Umbaukosten in Vossenack verursachen.

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