Drei Tatverdächtige festgenommen: Cannabisplantage entdeckt

Von: red/pol
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Symbol Hanf Cannabis Drogen Drogenplantage Cannabisanbau Foto Oliver Berg/dpa
Dank eines Zeugenhinweises entdeckte die Polizei Ende April eine Cannabisplantage in Nörvenich-Wissersheim.

Nörvenich. Ein eindeutiger Geruch und das Geräusch von Ventilatoren brachte die Polizei Ende April auf die Spur einer Cannabisplantage in Nörvenich-Wissersheim. Die drei Tatverdächtigen, die vorläufig festgenommen wurden, sollen die Plantage knapp ein Jahr betrieben und Cannabis in einem Wert von circa 380.000 Euro produziert haben.

Ende März 2016 erhielten die Beamten erstmalig Hinweise auf das kriminelle Treiben in der Gymnicher Straße: Einem Zeugen war der Geruch von Betäubungsmitteln aufgefallen, der aus dem freistehenden Einfamilienhaus drang.

Neben dem Geruch bemerkten die Polizisten auch ein Geräusch, das vermutlich von Ventilatoren einer Belüftungsanlage stammte, wodurch sich der Verdacht einer laufenden Cannabisplantage zusätzlich erhärtete. Um Licht ins Dunkle zu bringen, wurden zunächst intensive Ermittlungen betrieben: So erfuhren die Beamten, dass das Wohnhaus Anfang 2015 von einem Mann gemietet worden war. Die fälligen Mietzahlungen erfolgten regelmäßig, sodass der Vermieter keinen Verdacht schöpfte. Allerdings waren die Personalien des vermeintlichen Mieters offenbar erfunden, wie die Polizei herausfand. Im Gegensatz zur beglichenen Miete wurden die extrem hohen Stromkosten beim anliefernden Energiekonzern aber nicht beglichen.

In der Nacht zum 27. April und im Laufe des folgenden Tages schlugen die Beamten schließlich zu und nahmen drei Männer fest. Es handelte sich hierbei um einen 37-Jährigen aus Bad Honnef, sowie zwei 38 und 45 Jahre alte Männern aus den Niederlanden.

Bei der Durchsuchung des Wohnhauses an der Gymnicher Straße beschlagnahmte die Polizei zahlreiche Beweismittel, die auf den erst kürzlich beendeten Betrieb einer Cannabisplantage hinwiesen, so zum Beispiel technische Geräte zur Aufzucht und Pflege der Pflanzen sowie etwa 600 Gramm Marihuana. Nach den Vernehmungen der Tatverdächtigen und der Sichtung der aufgefundenen Beweismittel wurde der 37-Jahre alte Mann aus Bad Honnef wieder auf freien Fuß gesetzt. Der 38-Jährige Niederländer wurde in Untersuchungshaft genommen, sein 45-jähriger Mittäter nach dem Asylrecht an die zuständige Ausländerbehörde überstellt.

Zahlreiche Dinge, die man im Haus fand, wurden vernichtet. Ersten Schätzungen zufolge wurde die Plantage etwa ein Jahr lang betrieben. Der Verkaufswert der geernteten Betäubungsmittel dürfte sich auf fast 380.000 Euro belaufen. Der am Gebäude entstandene Sachschaden, beispielsweise durch das Bewässern der Pflanzen, liegt vermutlich bei mehreren Zehntausend Euro.

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