Drei Musiker geben Konzert auf hohem Niveau

Von: Anke Holgersson
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Überzeugten musikalisch in der Christuskirche: Johann Clemens, Friedrich Kircheis und Ludwig Güttler (v.l.). Foto: Anke Holgersson

Düren. Die beeindruckende Steinmeyer-Orgel in der Christuskirche bekam am Mittwoch hohen Besuch. Friedrich Kircheis zog alle 65 Register des klanglich wie räumlich gewaltigen Instruments.

Gemeinsam mit dem renommierten Musiker Ludwig Güttler und Nachwuchsmusiker Johann Clemens, beide an Trompete und Corno da caccia (Jagdhorn), wurden Werke von Johann Sebastian Bach, Georg Friedrich Händel, John Alcock, Georg Philipp Telemann, Jean Baptiste Loeillet und anderen Komponisten des 18. Jahrhunderts gespielt.

Trompete im Hauptfach studiert

Etwa 200 Gäste waren gekommen, um diesen besonderen Musikabend zu erleben. Ludwig Güttler gilt als Trompeter auf Weltniveau. Im Alter von 14 Jahren begann er mit dem Spielen und wählte die Trompete auch später als sein Hauptfach im Musikstudium. Virtuos und ausdrucksstark im Spiel zeigte er sich auch in der Christuskirche. Mit Johann Clemens trat er, im Rahmen von Johann David Heinichens „Konzert für zwei Corni da caccia und Orgel“, in einen musikalischen Dialog der Oberliga – synchron und doch im Gespräch miteinander.

Güttler wählt ganz bewusst keine historische Aufführungspraxis für seine Konzerte. So spielt er die Musik des 18. Jahrhunderts mit modernen Instrumenten. Vor dem Jahr 1840 hatte die sogenannte Natur- oder Barocktrompete keine Ventile. Das begrenzte im Vergleich zum modernen Ventilhorn, das Güttler benutzt, die Ausdrucksmöglichkeiten. Natürlich gibt es auch Musiker, die diesen ursprünglichen Sound vorziehen. Aber selbst die dürfte Güttler mit seinem Spiel überzeugen.

Er begeisterte seine Zuhörer in der Christuskirche mit gefühlvoll gespielten Klangfolgen, die auf dem Teppich der von Kirchheim mal mächtig, mal wehmütig-zart gespielten Orgeltöne für Emotionalität sorgten. Die dafür perfekt ausgelegte Akustik der Christuskirche tat das Übrige, um die Zuhörer, die meist mit geschlossenen Augen und mucksmäuschenstill lauschten, emotional zu berühren. Clemens spielte kraftvoll, klar und so perfekt wie Güttler.

Das Konzert in Düren war für die drei Musiker das erste Konzert nach einer schweren Bronchitis, die Güttler erlitt, die dazu führte, dass einige Konzerte auf der Tournee verschoben werden mussten. „Mit Bronchialkatarrh Trompete zu spielen, kann man versuchen – aber besser zu Hause“, sagte Güttler augenzwinkernd.

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