Drei Künstler eröffnen ungewohnte Perspektiven

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Gerda Zuleger-Mertens, Frank Buchna und Prof. Hans-Wolfgang Menges-Spell (von links) bestreiten die neue Ausstellung in der Haptburg von Schloss Burgau. Foto: Dietmar Engels

Düren-Niederau. Sehr vielgestaltig ist die neue Ausstellung auf Schloss Burgau. „Anders sehen“ ist sie überschrieben. Gerda Zuleger-Mertens, Frank Buchna und Prof. Hans-Wolfgang Menges-Spell zeigen verschiedene Aspekte ihr künstlerischen Sichtweisen.

Die aus Eschweiler stammende Diplom-Designerin Gerda Zuleger-Mertens hat sich bereits durch viele Ausstellungen im In- und Ausland einen Namen gemacht. Ihre ausdrucksstarken Gemälde zeigen Menschen, Tiere und Dämonen in einer intensiven Farbgebung. Der Malstil bewegt sich zwischen abstrakt und – in den Details – gegenständlich. Die Künstlerin zeigt auch zwei aus Schaufensterpuppen geschaffene Skulpturen, die ungehemmten Konsum symbolisieren.

Professor Dr. Hans-Wolfgang Menges-Spell, der in Heidelberg geboren wurde, ist Künstler und Mediziner zugleich. Er absolvierte eine Ausbildung in akademischer Malerei an der Werkkunstschule Mannheim und in so genannter monumentaler Bildhauerei bei Joseph Beuys an der Staatlichen Kunstakademie Düsseldorf. Zeitgleich mit der künstlerischen Ausbildung studierte er Medizin und Psychologie in Heidelberg und Düsseldorf.

Der Pathologe und Chirurg war nach seiner Habilitation für Chirurgie und seiner Professur an der Ruprecht-Karls-Universität in Heidelberg von 1995 bis 2010 Chefarzt der Klinik für Allgemein-, Thorax- und Gefäßchirurgie am St.-Antonius-Hospital in Eschweiler. Die Anregungen für seine künstlerischen Arbeiten schöpft er vor allem aus Fundstücken. Menges-Spell: „Ich nutze Fundstücke als stille Begleiter und Referenzen. Funde leiten mich durch schwieriges Gelände und während ich etwas Neues schaffe, bewahren sie mich vor der gefährlichen Leere des weißen Papiers oder der weißen Leinwand. Eine Auswahl seiner Sammlung aus Fundstücken ist auf Schloss Burgau zu sehen. So können sich auch die Besucher der Ausstellung davon inspirieren lassen.

Frank Buchna, 1957 in Düren geboren und heute in Jülich zu Hause, ist Prokurist einer Chemiefabrik und freiberuflich leidenschaftlicher künstlerischer Fotograf. Auch er hat schon zahlreiche Ausstellungen im In- und Ausland bestritten. Seine fotografischen Arbeiten sind gekonnte, technisch aufwändige Umsetzungen von zeitgenössischen Themen durch künstlerisches und handwerkliches Können.

Mit dem Negativ-Kontakt-Verfahren des Fotogramms – einer frühen Form der Fotografie – experimentiert Buchna in einem sehr speziellen, in letzter Zeit wieder neu entdeckten Bereich, für den es in Deutschland nur noch wenige anerkannte Vertreter ihres Fachs gibt.

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