Drei Künstler, drei besondere Stilrichtungen: Neue Ausstellung im Rathaus

Von: Gudrun Klinkhammer
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Marion Fackeldey, Reinhard Gruner, Rita Braun (vorne, von links) sowie Ingo Esser und Marie Luise Klein eröffneten die Ausstellung im Kreuzauer Rathaus. Foto: gkli

Kreuzau. Woran erkennt man ein gutes Bild? Dieser Frage ging während der Vernissage zur Ausstellung „Karussell der Farben“ im Rathaus der Gemeinde Kreuzau der Künstler Reinhard Gruner nach. Gemeinsam mit seinen Kolleginnen Marion Fackeldey und Rita Braun zeigt er im Verwaltungsgebäude 43 Gemälde unterschiedlicher Art.

Alle Künstler arbeiten mit Acryl und Öl auf Leinwand.

Die Gedanken, die zur Antwort auf die anfänglich gestellte Frage führten, trug Reinhard Gruner in seiner Ansprache vor. Qualitativ gutes Mal-Material sowie ein ausgezeichneter Haftgrund und hochwertige Farbe alleine, das könne es nicht sein, was ein gutes Bild ausmache. Hätte doch der berühmte Künstler Marc Chagall, um dessen Werke sich die Museen nach wie vor reißen würden, doch teilweise mit einfachstem Material, zum Beispiel auf Pappe, gemalt.

Auch das Motiv alleine reichte nicht aus. Mal verlangten die Betrachter nach Gegenständlichem, mal nach Abstraktem, ein gutes Bild werde damit allein aber auch nicht geschaffen. Reinhard Gruner kam in seinen Ausführungen zu dem Schluss, dass es das Berührende ist, das von einem Werk ausgehen muss. Gruner: „Ich male mit meinem Herzen und sage irgendwann: ‚Das ist es!‘ Der Betrachter sagt dann im besten Fall: ‚Das ist ein gutes Bild, daran habe ich Spaß, und das gibt mir etwas.‘“

Engagement und Kreativität

Kreuzaus Bürgermeister Ingo Esser dankte den Künstlern für ihr Engagement und ihre Kreativität. Auch dankte er Marie Luise Klein. Sie betreut in ihrer Malschule in Soller das Maler-Trio.

Rita Braun lebt in Birgel. Sie setzt in ihren Arbeiten auf Gegenständlichkeit, spielt mit Formen und Farben. Ein formatfüllender Elefant trägt die Farbe grau nur noch nebensächlich an seinem Körper. In erster Linie schillert vor allem sein Kopf in Regenbogenfarben.

Marion Fackeldey lebt in Niederau. Sie liebt es, mit Licht und Schatten umzugehen. Mit Darstellungen von Landschaften, Städten und auch mit abstrakten Arbeiten trumpft sie auf. Der Künstler Reinhard Gruner stammt aus dem Sauerland, inzwischen lebt er aber in Langerwehe. Er malt, angelehnt an den Stil des amerikanischen Realismus des frühen 20. Jahrhunderts, selbst erlebte Geschichten. Alltägliche Situationen des Zusammenlebens setzt er mit seinen Bildern gekonnt in Szene.

Gemeinschaftsarbeit

Nach der Vernissage schenkten die drei Künstler dem Kreuzauer Bürgermeister als Dankeschön eine Gemeinschaftsarbeit, die drei bunte Schmetterlinge zeigt. Ingo Esser nahm die Arbeit dankend entgegen.

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