Drei abtrünnige CDU-Politiker gehen neue Wege

Von: Fred Schröder
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Merzenich. Die CDU in Merzenich hat drei Fraktionsmitglieder verloren. Die drei Abtrünnigen, Gabriele Merk-Breuer, Ingeborg Johnen-Geuenich und Ferdinand Ollesch, sitzen jetzt als Fraktion „Bürger für Merzenich” im Gemeinderat.

Der Austritt aus Partei und Fraktion ist für sie die Konsequenz aus dem Ergebnis der Kandidatenaufstellung für den Gemeinderat am 14. Januar.

Wie damals berichtet, hatten die Mitglieder des CDU-Ortsverbandes und der Vorstand des Gemeindeverbandes einvernehmlich die Liste der Kandidaten aufgestellt.

In der Wahlversammlung zauberte der Merzenicher Ortsvereinsvorsitzende Bernd Ohlemeyer dann aber einen Gegenkandidaten für Ingeborg Johnen-Geuenich aus dem Hut, der prompt gewählt wurde. Das gleiche Schicksal widerfuhr Minuten später auch Gabriele Merk-Breuer und Ferdinand Ollesch.

Für die drei nicht wiedergewählten Kandidaten steht heutzutage fest: Bernd Ohlemeyer hat im Hintergrund die Fäden gezogen. „Das ist die Quittung dafür, dass ich mich für ein Mandat im Kreistag beworben habe”, ist Ingeborg Johnen-Geuenich sicher.

Der Kreistagsabgeordnete und amtierende Karnevalsprinz habe „im vereinsmäßigen Umfeld neue Kandidaten gesucht”, mutmaßt sie. Das Trio, allesamt langjährige CDU-Kommunalpolitiker, bläst jetzt zum Gegenangriff.

„In den Wahlkreisen, in denen wir bisher für die CDU kandidiert haben, werden wir nun als Bürger für Merzenich antreten”, kündigt Gabriele Merk-Breuer an. „Wir befinden uns in der Gründungsphase und sind bestrebt, in allen Wahlbezirken unsere Bewerber aufzustellen.”

Dass diese Entwicklung bei der Kommunalwahl zu Lasten der CDU gehen könnte, die ihre Mehrheit im Rat durch die aktuellen Ereignisse im übrigen nicht verliert, hält Bürgermeister Peter Harzheim (CDU) für durchaus möglich: „Die Geschehnisse bedauere ich. Und ich bin auch nicht glücklich darüber, dass auf diese Art drei bewährte Mitglieder des Rates nicht mehr berücksichtigt werden.”

Der Bürgermeister äußert „volles Verständnis für den Weg, den die Drei jetzt gehen”.

Bernd Ohlemeyer versteht zwar die Reaktion seiner drei Ex-Fraktionskollegen und auch „deren bedauerliche Aufregung”, weist aber zurück, im Hintergrund die Fäden zu ziehen.

„In der Demokratie ist es nun eben so, dass sich neue Kandidaten erst kurzfristig melden. Die Entscheidungen im Ortsverband und im Gemeindeverbandsvorstand waren nur eine Empfehlung an die Mitgliederversammlung des Gemeindeverbandes. Dieses Gremium hat letztlich entscheiden”.
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