Düren - Dr. Eimerts Meisterwerk

Dr. Eimerts Meisterwerk

Von: Sylvia Dietl
Letzte Aktualisierung:
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Ein Meisterwerk in vier Händen: Dr. Dorothea Eimert und Klaus H. Carl stellten das zweibändige kunsthistorische Sachbuch der früheren Direktorin des Leopold-Hoesch-Museums vor. Foto: Dietl

Düren. „Die moderne Kunst ist mein Lieblingsfachgebiet”, sagte Dr. Dorothea Eimert und präsentierte in der Musikschule Düren ihr neues Buch „Kunst und Architektur des 20. Jahrhunderts”.

Während vor zwei Jahren die Handwerker im Erweiterungsbau des Leopold-Hoesch-Museums noch Stein auf Stein setzten, schrieb die damalige Direktorin Dr. Dorothea Eimert Seite um Seite ihrer Publikation. Sie nutzte die Zeit des geschlossenen Museums, insbesondere die Abende und freien Wochenenden, und goss mit großer Begeisterung zeitgenössische Kunst in die Form der Literatur.

Jetzt ist das Ergebnis erschienen: zwei Bände im Schuber, jeweils 33x28cm, insgesamt rund 500 Seiten und viereinhalb Kilo schwer. Ein gewichtiges Werk - vor allem inhaltlich. Es gibt einen breiten Überblick über die Kunst und Architektur des 20. Jahrhunderts mit teils neuen, eigenwilligen Erkenntnissen der Autorin.

In Band I beschreibt Eimert wie technische Erfindungen zum Beispiel das Auto, Flugzeug oder Telefon und neue Erkenntnisse in den Naturwissenschaften das Weltbild in der ersten Hälfte des vorigen Jahrhunderts verändert haben.

Die Entdeckung der Röntgenstrahlen und der Quantentheorie von Max Planck sowie Einsteins Relativitätstheorie haben erheblich dazu beigetragen, dass auch die Künstler dieser Zeit von der naturalistischen Wirklichkeitsauffassung abrückten, Raum und Materie progressiv ausloteten und zu Entdeckern neuer Modelle des Sehens und Kommunizierens wurden.

Eimert zeigt anhand von einschlägigen Bildern, Skulpturen und Architektur die unterschiedlichsten Richtungen und Ausdrucksformen dieser Jahrzehnte und erklärt verständlich und mit außerordentlichem Fachwissen deren Besonderheiten. Edward Hopper, Gustav Klimt oder Max Ernst sind nur einige der berühmten Namen.

Der zweite Band widmet sich der Zeit nach 1960 - einer Zeit des Aufbruchs und der Absage an Tradition. Dabei versäumte Dr. Dorothea Eimert nicht, Kunstwerke und Aktionen auch aus dem Leopold-Hoesch-Museum in die Publikation mit einfließen zu lassen, wie zum Beispiel aus verschiedenen „Paper Art”-Ausstellungen von Andreas von Weizsäcker, Otto Piene, Heinz Mack oder Daniel Libeskind. „Das war mir sehr wichtig, zumal wir große und einzigartige Installationen im Museum hatten”, erinnerte sich die ehemalige Direktorin.

Auch der Architekt des Museums-Erweiterungsbaus Peter Kulka wird in dem Band nachdrücklich präsentiert. Überhaupt sei das 20. Jahrhundert die Geschichte genialer Baumeister und Architekten und habe erstaunliche Kunstwerke hervorgebracht, so Eimert.

„Das Buch ist ein Meisterwerk”, lobte Klaus H. Carl, Vertreter des Verlags Parkstone International, bei dem es als Auftragsarbeit erschienen ist. „Wir haben eine deutsche Ausgabe mit einer Auflage von 2000 Stück und eine englischsprachige für den internationalen Markt. Das Layout entstand in Saigon, gedruckt wurde es in Indien”, erklärte er und hofft auf eine weitere erfolgreiche Zusammenarbeit mit Dorothea Eimert.

Die bibliographischen Angaben zum Sachbuch von Dr. Dorothea Eimert: „Kunst und Architektur des 20. Jahrhunderts”. Verlag Parkstone International, New York, London, 2 Bände im Schuber, viele Farbtafeln, zusammen 39,95 Euro.

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