Düren/Köln - „Down in December” belegt zweiten Platz bei Band-Contest „Emergenza”

„Down in December” belegt zweiten Platz bei Band-Contest „Emergenza”

Von: Sarah Maria Berners und David Sieben
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Die Jungs von„No fear the Ene
Die Jungs von„No fear the Enemy” stehen im März beim „Emergenza”-Festival im Kölner „Underground” auf der Bühne und treten gegen andere Bands an: (v.l.) Nico Brüggen, Flo Kirschbaum, Kevin Postir und Carsten Laßka. Auf dem Bild fehlt Calvin Foto: Berners

Düren/Köln. Samstags wird es laut im Garten der Familie Kirschbaum an der Kreuzauer Straße. Dann probt die Punk- und Alternative-Rock-Band „No fear the Enemy” in einer kleinen Gartenlaube hinter dem Haus. Und einmal im Jahr werden die Nachbarn zum Garten-Konzert eingeladen. „Als Dankeschön dafür, dass sie uns ertragen”, sagt Flo Kirschbaum.

Die vier Gymnasiasten und ein Elektrotechnik-Student machen seit drei Jahren zusammen Musik Musikalische Vorbilder sind „Die toten Hosen” und „Rage against the Machine”. Die Jungs schreiben deutsche und englische Songs - je nachdem, „was cooler kommt” - und manche haben sie trotz ihrer jungen Bandgeschichte schon tief vergraben. „Man entwickelt sich ja weiter und gewinnt an Niveau”, sagt Flo Kirschbaum. Ihr großes Ziel ist es, irgendwann einmal bei „Rock am Ring” auf der Bühne zu stehen. „Nicht als Headliner, versteht sich”, sagt Kevin Postir. „Von uns aus auch gerne um 12 Uhr, wenn noch niemand da ist.” Hauptsache Nürburgring.

Bisher standen ihre Bühnen bei der Burgau-Rocknight, in der Endart, im Multikulti und in Kölner Clubs. Beim Cap-Contest in Baesweiler erlebten sie ihren ersten Erfolg: Sie schafften es ins Finale - und dort folgte gleich die erste große Niederlage. „Wir mussten als erste Band vor gefühlten zehn Leuten spielen. Open Air, im Regen und mit streikender Technik”, erzählt Carsten Laßka. „Immerhin sind wir 8. von acht geworden”, sagt Kevin Postir und lacht.

Jaja, als Hobby-Band hat man es nicht leicht. Die Jungs waren kurz demotiviert, haben dann aber trotzdem weitergemacht. Sie haben ihr Geld zusammengelegt, um im Studio ein paar Songs aufzunehmen, eine Internetseite aufgebaut und sogar Videos gedreht.

Internationaler Wettbewerb

Am 2. März wollen sie ihr Glück noch einmal beim internationalen Band-Contest „Emergenza” versuchen. Vor einem Jahr haben sie es ins regionale Halbfinale geschafft. Ihr Ziel ist das Deutschland-Finale in Berlin. Sollte das klappen, müssen sie sich danach mit Bands aus aller Welt messen. Und mit der Konkurrenz aus Düren.

Die hat ihren ersten Auftritt beim „Emergenza”-Festival schon erfolgreich absolviert: Einen Schlagabtausch der musikalischen Art lieferten sie und Bands der verschiedensten Stilrichtungen sich vor einer Woche. Beim „Emergenza”-Festival haben Bands jeglicher Ausrichtung und Bekanntheitsgrades die Chance, auf einer Bühne zu spielen. In mehreren Vorrunden wird die Spreu vom Weizen getrennt, bis es zum Deutschlandfinale nach Berlin geht. Ein Austragungsort der Vorrunde für das Aufeinandertreffen der Musikgeschmäcker ist das „Underground” in Köln.

Den Auftakt machte an diesem Abend die Rock-Band „Black White April”. Dem Rock folgte Hip-Hop, dargeboten von den „Venture Brothaz”, die ihren Sprechgesang mit teils sehr experimentellen Beats untermalten. Vielschichtig ging es dann auch weiter, als „One Eye Open” die Bühne betrat. Mit ihrem virtuosen Mandolinen- und Violinen-Spiel hatten sie die Zuschauer schnell für sich gewonnen.

Dröhnender Gesang

Nach solch ruhigen Klängen war der Ein oder Andere überrascht, als die Dürener Metal-Band „Down in December” losdonnerte. Doch neben brachialen Gitarrenriffs und dröhnendem Gesang schlugen „Down in December” auch klare Töne und filigrane Melodien an. Die schmale Gratwanderung zwischen Härte und Sanftmut gelang. Und so ist es auch nicht verwunderlich, dass erstmals am Abend nach einer Zugabe verlangt wurde.

Außerdem spielten die Bands „Schön und Gut”, „Gin Fonic”, „Gravitude” und „Nicor”. Die ersten vier Bands kamen in die nächste Runde. Den ersten Platz belegte „One Eye Open”, zweiter wurde „Down in December”, dritter die Punk-Band „Schön und Gut” und vierter die Hip-Hop-Band „Nicor”.

„Mir hat es sehr viel Spaß gemacht nach Monaten wieder auf der Bühne zu stehen. Wir haben uns gut vorbereitet und auch sehr fehlerfrei gespielt. Schade war, dass der Sound einfach nicht gestimmt hat”, kommentierte Julian Reinartz, Sänger der Dürener. Als nächstes muss sich „Down in December” am 4. April wieder in Köln beweisen, diesmal im Musikclub „Luxor”, wo ihnen die Technik vielleicht auch etwas wohl gesonnener ist. Sollten sie wieder bestehen, trennt sie nur noch das Regional-Finale in der „Live Music Hall” vom Einzug ins Deutschland-Finale in Berlin.
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