„Double Two“ präsentieren Country, Folk und eigene Songs

Von: Anke Holgersson
Letzte Aktualisierung:
14387637.jpg
Musikalisch brillant und facettenreich: (von links) Fabrice Vivier, Silke Mohnfeld, Alex Mohnfeld und Gilbert Behl beim „Double Two“-Konzert in der Reihe „Berzberger Hauskonzerte“. Foto: Anke Holgersson

Berzbuir. „Howdy!“ begrüßte Sängerin Silke Mohnfeld die Zuhörer im gut besetzten Bühnen- und Thekenraum des Berzberger Hauses. Denn mit dieser Abwandlung des amerikanischen „How do you do?“ begrüßt man sich in der Country-, Western- und Truckerszene.

Genau der richtige Einstieg also für den Abend in der Reihe „Berzberger Hauskonzerte“, zu dem der Förderverein der Anna Schützen Berzbuir in Zusammenarbeit mit der Interessengemeinschaft Berzberger Haus geladen hatte.

Die Gruppe „Double Two“ hatte Country, Folk und „alle möglichen Songs“ im Gepäck, eine bunte Mischung aus Coversongs und eigenen Kompositionen. Das Spektrum reichte von Westernklassikern wie Willie Nelsons „On The Road Again“ oder Johnny Cashs „Folsom Prison Blues“ über „New Country“-Songs wie „White Rose“ von Toby Keith bis hin zu Liedern wie „Auf anderen Wegen“ von Andreas Bourani, dessen Werk eigentlich nichts mit dem Westerngenre zu tun hat, das von den vier Musikern aber zu einem Country-Song umarrangiert wurde.

Eigene und gecoverte Songs

Immer wieder spielte die Gruppe auch eigene Lieder. So zum Beispiel das melodisch-romantische „Meine Liebe“, ein Duett des Ehepaares Silke und Alex Mohnfeld oder das trinkliedartige „Kein Bier vor vier“. Die vier Musiker aus dem Kreis Düren überzeugten mit tollen Stimmen, gut gelaunten Moderationen, originellen, eingängigen Arrangements und instrumentaler Vielfältigkeit.

Silke Mohnfeld singt und spielt das Percussioninstrument Cajón. Sie beherrscht auch das Waschbrett, das in der Westernmusik gerne als Rhythmusinstrument eingesetzt wird. Fabrice Vivier spielt nicht nur Gitarre, sondern auch eine Mandoline, der die Gruppe den Spitznamen Elsbeth gegeben hat, da sie ein etwas zickiges Eigenleben führt und sich gerne selbstständig verstimmt. Ebenso schwierig in der Handhabung: Karl-Heinz, das Banjo, das Alex Mohnfeld neben der Westerngitarre spielte.

Die Gruppe „Double Two“ gibt es jetzt seit ungefähr anderthalb Jahren. Sie besteht aus zwei mal zwei Musikern der beiden Bands „Poppyfield“ (Silke und Alex Mohnfeld, die mit dieser Bezeichnung ihren Familiennamen ins Englische übersetzen) und „Bottleneck“ (Fabrice Vivier und Gilbert Behl).

Beide Gruppen haben unabhängig voneinander musikalische Erfolge in der Countryszene vorzuweisen. Doch auch gemeinsam wurden sie bereits mit Preisen bedacht. So wurden sie zuletzt von einer Fachjury auserwählt, um zu den Dürener Jazztagen 2016 im Vorprogramm von Ron Williams zu spielen. Die routinierten Profimusiker brachte nichts aus der Fassung. Auch nicht, dass das Gewusel der Gäste Richtung Theke zeitweise recht laut war. Gut möglich, dass so ein echter Country-Abend in einem einschlägigen amerikanischen Club ähnlich durchmurmelt klingt. Der musikalischen Brillanz des Abends hat das jedenfalls keinen Abbruch getan.

Leserkommentare

Leserkommentare (0)

Sie schreiben unter dem Namen:



Diskutieren Sie mit!

Damit Sie Artikel kommentieren können, müssen Sie sich einmalig registrieren — bereits registrierte Leser müssen zum Schreiben eines Kommentars eingeloggt sein. Beachten Sie unsere Diskussionsregeln, die Netiquette.

Homepage aktualisiert

Finden Sie jetzt neue aktuelle Informationen auf unserer Startseite

Wieder zur Homepage

Die Homepage wurde aktualisiert