DORV-Laden: „Umsatz muss sich noch steigern”

Von: Jörg Abels
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Eine lange Schlange an der Kas
Eine lange Schlange an der Kasse: So startete der Dorv-Laden im Grüngürtel am Eröffnungstag Mitte Oktober. Foto: Abels

Düren. Dass die anfängliche Neugier der Grüngürtelbewohner kein Maßstab für die Akzeptanz des neuen Dorv-Ladens sein würde, war den Verantwortlichen von In Via, die den Lebensmittelmarkt als Integrationsprojekt betreiben, schon bei der Eröffnung Mitte Oktober bewusst.

Aber die Neulust, die am Eröffnungstag für Schlangen an den Kassen sorgte, ist offenbar verflogen. „Wir brauchen sicherlich ein Jahr, um richtig im Bewusstsein der Bevölkerung anzukommen”, umkurvt In-Via-Geschäftsführer Norbert Schoeller geschickt die Frage nach der bisherigen Wirtschaftlichkeit des Unterfangens. Sicher, eine ganze Reihe von Stammkunden habe der DORV-Laden in den vergangenen zehn Wochen gewonnen. Klar ist aber auch: „Wir sind zwar auf einem guten Weg, werden den Umsatz aber noch steigern müssen, um das Projekt dauerhaft zu sichern”, betont Norbert Schoeller, auch wenn der Landschaftsverband Rheinland die Arbeit der behinderten Mitarbeiter finanziell unterstützt.

Auf 600.000 bis 800.000 Euro bezifferte der In-Via-Geschäftsführer bei der Eröffnung den erforderlichen Jahresumsatz des kleinen Ladens gegenüber von St. Antonius. Eine Latte, die nach einer eigens durchgeführten Machbarkeitsstudie eigentlich übersprungen werden müsste. Oder aber ist die Angebotsflut der zwar ein wenig weiter entfernt liegenden Discounter doch zu verlockend?

Noch will In Via die Flinte freilich nicht ins Korn werfen, sondern vielmehr das von Beginn an angedachte Ladenkonzept des Treffpunkts und Kommunikationszentrums stärken. Schoeller verweist beispielsweise auf die Dauerausstellung der aus dem Grüngürtel stammenden Künstlerin Doris Zander-Watty. Auch mit der Caritas habe es mittlerweile gute Gespräche gegeben, dass sie künftig vor Ort im Dorv-Laden-Café die Anwohner informiert und berät. Und auch die Austeilung der „gelben Säcke” hat der Laden zwischenzeitlich übernommen. Alles kleine Schritte, die zusätzliche Kundschaft anlocken sollen, ohne den bestehenden Geschäften Konkurrenz zu machen.

Auch einen Lieferservice hat Norbert Schoeller im Hinterkopf, beispielsweise für ältere Grüngürtelbewohner, denen der Gang zum Laden um die Ecke schwerfallen würde. Gesucht wird allerdings noch ein Fahrer.
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