Kreis Düren - Dortmund-Fangesänge lösen Streit in der S-Bahn aus

Dortmund-Fangesänge lösen Streit in der S-Bahn aus

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Kreis Düren. Beim zentralen Straßenkarnevalsgeschehen in Düren und Jülich musste die Polizei 31 (Vorjahr: 33) zumeist jüngere Personen oft bis zur Ausnüchterung in Gewahrsam nehmen, weil diese den polizeilichen Platzverweisen nicht Folge geleistet hatten oder weitergehende Störungen durch diese Menschen nicht anders zu vermeiden gewesen wären.

Wie die Polizei mitteilt, wurden 16 (57) Platzverweise ausgesprochen - damit wollten die Beamten ansonsten wahrscheinliche Eskalationen verhindern.

Die Polizeibilanz von Weiberfastnacht in Zahlen: 18 (im Vorjahr 28) Strafverfahren wegen Körperverletzungsdelikten, fünf (zehn) Anzeigen nach Sachbeschädigungen, ein Taschendiebstahl und zwei leicht verletzte Polizeibeamte.

Um 17 Uhr wurde die Polizei mit dem Einsatzstichwort „Randalierer” zum Dürener Bahnhof entsandt, nachdem es in der S-Bahn auf der Fahrt von Köln nach Düren zu Auseinandersetzungen gekommen war. Kurz nach Eintreffen der Beamten fuhr dann auch der Zug ein. Im letzten Abteil herrschte aufgeregte Stimmung. Ein 20-Jähriger aus Düren hatte, so mehrere Zeugen, während der Fahrt mit anderen Jugendlichen Streit bekommen, weil jemand einen Fangesang auf Borussia Dortmund angestimmt hatte.

Mit der Hand durch die Scheibe

Der Dürener soll daraufhin einen 18-Jährigen aus Frechen getreten haben. Die Temperatur auf dem Wutthermometer stieg immer weiter an, bis der 20-Jährige seine Aggression abbaute und mit der bloßen Faust eine Trennscheibe im Abteil zerschlug. Als das Glas splitterte, hatte er noch Glück, denn er trug offensichtlich nur leichte Verletzungen davon. Jegliche ärztliche Hilfe lehnte der junge Mann ab. Gegen ihn wird nun strafrechtlich ermittelt.

Im Foyer der Neffeltalhalle kam es um 19 Uhr zu wechselseitigen Körperverletzungen, als ein 19-Jähriger aus dem Gemeindegebiet und ein 24-Jähriger aus Vettweiß sich über Fußball stritten. Um 19.40 Uhr brach in Kreuzau auf dem Windener Weg das Nasenbein eines 14-Jährigen. Ein 20-Jähriger hatte ihm eine sogenannte Kopfnuss verpasst.

Ebenfalls von einem plötzlichen Kopfstoß wurde auch die Nase eines 20 Jahre alten Düreners verletzt. Zuvor war er mit anderen ihm nicht bekannten Personen mit einem Taxi von einer auswärtigen Diskothek aus in die Dürener Innenstadt gefahren. Nachdem die Insassen ausstiegen, gab der Geschädigte später bei der Anzeigenaufnahme an, habe ein mit Irokesenschnitt geschmückter Mitfahrer ihn grundlos attackiert.
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