Merken - Dorfmitte in Merken soll Treffpunkt mit hoher Aufenthaltsqualität werden

Dorfmitte in Merken soll Treffpunkt mit hoher Aufenthaltsqualität werden

Von: Jörg Abels
Letzte Aktualisierung:
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Der Kreuzungsbereich Paulstraße/Peterstraße soll zu einer attraktiven Dorfmitte umgestaltet werden. Die trennenden Mauern der Kirche und des Mahnmals sollen aufgebrochen werden. Foto: Abels
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Stadtplaner Marcus Steffens und Landschaftsarchitekt Stefan Fuchs wollen die Pläne der neuen Dorfmitte bis September konkretisieren. Foto: Abels
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Das Mahnmal gegenüber der Kirche soll versetzt werden. Foto: Abels

Merken. Die Verbesserung der Lebensqualität während der Tagebauzeit ist das zentrale Thema des Dorfentwicklungsplans Merken. Eine der wichtigsten Einzelmaßnahmen in diesem Konzept ist die Umgestaltung der Dorfmitte, die allmählich Konturen annimmt.

Voraussetzung ist der Bau der Kreisstraße 35n, die dafür sorgen soll, dass der Durchgangsverkehr aus dem Ort verschwindet, erklärt Marcus Steffens vom Amt für Stadtentwicklung.

Seit Ende 2015 liegt endlich der Planfeststellungsbeschluss für die knapp drei Kilometer lange Südostumgehung zwischen der K 42 und der B 56 vor. Nach Auskunft von Silke Stach-Reinartz vom Kreis Düren soll der Baubeginn noch im Herbst erfolgen. Sie geht von einer Bauzeit von zweieinhalb Jahren aus, so dass die Umgehung im Frühjahr 2019 freigegeben und mit dem Umbau der Dorfmitte begonnen werden könnte.

Nach zwei Workshops unter reger Beteiligung der Merkener Bürger liegt mittlerweile ein erster Vorentwurf für den Kreuzungsbereich Peterstraße/Paulstraße vor. Ziel der Planer ist es, die Kirche wieder mehr in die Dorfmitte zu holen, erklärt Stefan Fuchs vom beauftragten Büro RMP. Dazu soll die Mauer, die derzeit das Gotteshaus vom Straßenraum trennt, in weiten Teilen verschwinden. Neben einem barrierefreien Zugang könnte eine mehrstufige „Freitreppe“ entstehen, die den Weg zur Kirche freigibt. Wie viel Mauer weggenommen wird, sei noch nicht abschließend geklärt und müsse noch mit der Pfarre und dem Bistum abgesprochen werden, betont Fuchs.

Die Peterstraße soll als wichtige Verkehrsstraße erhalten bleiben, betont Marcus Steffens, während sich die Paulstraße mit der angrenzenden Grünfläche und dem kleinen Seitenarm für gestalterische Möglichkeiten anbietet und den Charakter eines weiterhin befahrbaren Platzes erhalten soll, der jedoch eine hohe Aufenthaltsqualität bietet und Raum für Vereinsaktivitäten lässt. „Wir wollen die starre Gliederung des Straßenraums aufbrechen und einen Treffpunkt der Merkener schaffen“, erklärt Steffens.

Zwei Fragen sind derzeit noch nicht beantwortet. Wie können der Busverkehr und die Haltestellen integriert werden? Und wie sieht die Verkehrsführung auf der Paulstraße in Zukunft aus? Beispielsweise wäre eine Verschwenkung denkbar. Auf jeden Fall soll das in den 60er Jahren erbaute Mahnmal umgesetzt werden, kündigt Steffens an, die trennende Mauer der Gedenkstätte soll weichen. Erste Gespräche mit dem Architekten Professor Wolfgang Meisenheimer seien positiv verlaufen, heißt es.

Antworten auf diese Frage und die Anordnung der für Kirchen- und Jugendheimbesucher geforderten Parkplätze sollen bis zum Ende der Sommerferien vorliegen, damit der Planungsentwurf in den städtischen Gremien weiter beraten werden und nach Möglichkeit bis zum Jahresende beschlossen werden kann.

Kostenfrage noch offen

Zu den Kosten des Gesamtprojekts und damit zur Frage der finanziellen Beteiligung der Anwohner können die Planer derzeit noch keine Angaben machen. Auf jeden Fall sollen zeitgleich zur Umgestaltung der Dorfmitte auch dringend erforderliche Kanalsanierungen erfolgen, so dass die Kosten des Straßenbaus aufgeteilt würden. Und die Stadt erhofft sich für die Umgestaltung der Merkener Dorfmitte auch einen 60-prozentigen Zuschuss vom Land aus dem Fördertopf der „Dorferneuerungsmaßnahmen“.

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