Wollersheim - Dorfgemeinschaftshaus: Rohbau soll noch im Juni fertig werden

Dorfgemeinschaftshaus: Rohbau soll noch im Juni fertig werden

Von: bugi
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Marc Nagelschmidt, Vorsitzender Dorfgemeinschaft, sagt: „Wir schaffen das!“ Foto: Giesen

Wollersheim. Marc Nagelschmidt hält es mit Bundeskanzlerin Angela Merkel. „Wir schaffen das!“, ist er überzeugt – und hat dabei ein paar Pfunde in der Hinterhand, mit denen er wuchern kann. Nagelschmidt ist Vorsitzender der Dorfgemeinschaft Wollersheim. Als vor ziemlich genau einem Jahr das Dorfgemeinschaftshaus im Ort niederbrannte, standen die Wollersheimer Vereine ohne eine Bleibe da.

Jetzt kann man fast schon die Wochen zählen, bis dieser Zustand beendet sein wird. Bereits im Januar konnte der weitestgehend verschont gebliebene große Saal frisch renoviert vier Monate früher als geplant wieder in Betrieb genommen werden – sehr zur Freude des Karnevalsvereins, der mit seinen Sitzungen nicht mehr in Nachbarorte ausweichen musste. Auch der Tischtennisverein kann im Saal wieder seine Platten aufbauen. Jetzt steht noch der Neubau von Gesellschaftsraum und Sanitäranlagen an.

Der Rohbau soll noch diesen Monat fertiggestellt werden. „Dann geht es an den Innenausbau“, sagt Marc Nagelschmidt, der mit einer Fertigstellung rechtzeitig zum Sessionsbeginn im November rechnet.

Dabei waren die Auflagen für den Eigner, der das Haus für zehn Jahre an die Dorfgemeinschaft verpachten wird, durchaus hoch: vom Lärmschutz über Brandschutz und Wärmeschutz sind entsprechende Vorschriften zu berücksichtigen gewesen. So sehr man sich in Wollersheim darüber freut und so dringend notwendig das Dorfgemeinschaftshaus für das Vereinsleben ist – Marc Nagelschmidt weiß, dass damit auch ein Risiko verbunden ist: „Für alle Beteiligten ist das schon ein großer Schluck aus der Pulle, sich für zehn Jahre zu binden“, betont er. Rund 12.000 Euro im Jahr müssen die Vereine für Miete und Kosten aufbringen. Der jährliche Zuschuss der Stadt von 3000 Euro ist da schon abgezogen.

Dementsprechend wurde der Bau auf möglichst niedrige Kosten optimiert. Erwirtschaftet werden muss die Summe mit Veranstaltungen, die Vereine selbst organisieren und auch mit Vermietungen. „Wir sind nicht mehr nur der Organisator der Kirmes, sondern agieren in vielen Bereichen unternehmerähnlich“, erklärt Nagelschmidt. Auf diesem Feld hat man allerdings auch inzwischen seit zwei Jahren Erfahrungen gesammelt. So lange betreibt die Dorfgemeinschaft bereits ihren Dorfladen.

„Es gibt viele Leute aus dem Dorf, die sehr bewusst versuchen, einen großen Teil ihres Bedarfes im Dorfladen zu decken und die besonders die regionalen Produkte schätzen“, berichtet Marc Nagelschmidt. „Bei schönem Wetter kommen am Tag so 140 bis 150 Kunden, im Winter sind es eher 80 Kunden“, ergänzt Heike Eue vom Team der Ehrenamtlichen, die den Laden managen. Etwas mehr als 20 Prozent der Bürger von Wollersheim, die Tag für Tag im Sommer im Dorfladen einkaufen gehen, ist schon eine erstaunliche Quote. Vor einem Jahr wurde bereits ein Arbeitsplatz geschaffen, Ziel ist eine weitere Stelle.

Gefeiert wird das zweijährige Bestehen des Dorfladens auch: Am Samstag, 2. Juli, ab 14 Uhr, mit Musik der Gruppe „2 kölsche Spatzen“, Spielen für Groß und Klein und vielen Spezialitäten der regionalen Lebensmittelversorger des Dorfladens.

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