Vossenack - Dorfforum will für alle Bürger offen sein

Dorfforum will für alle Bürger offen sein

Von: Anneliese Lauscher
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Als „Dorf mit Weitblick“ bezeichnet sich Vossenack gern. Bei einer Versammlung im Dorfgemeinschaftshaus diskutierten die Bürger über die Qualität des Ortsbildes und über die Kommunikation. Schließlich gründeten sie ein Dorfforum. Foto: Stephan Johnen

Vossenack. In Vossenack hat sich bei der zweiten Dorfkonferenz ein Dorfforum gegründet, dessen Sprecher jetzt Manfred Braun ist. Als Erstes wird sich das Forum intensiv mit dem Wettbewerb „Unser Dorf hat Zukunft“ befassen. Vossenack, das auf Landesebene Golddorf wurde, strebt nun auch ein gutes Abschneiden auf Bundesebene an.

Im Dorfforum sollen sich alle Bürgerinnen und Bürger, unabhängig von Vereinen, wiederfinden. Es soll offen sein für jedermann und die Entwicklung des Dorfes voranbringen. Bürgermeister Axel Buch, der auch Vossenacker ist, begrüßte erfreut die vielen interessierten Gäste, die sich im Dorfgemeinschaftshaus eingefunden hatten. Ortsvorsteher Ulrich Hallmanns meinte: „Wir stehen vor einer großen Herausforderung.“

Gute Nahversorgung

Professor Rolf Westerheide und Uli Wildschütz vom Büro RaumPlan Aachen, die das Projekt begleiten und die Veranstaltung moderierten, fassten zunächst die Ergebnisse der ersten Dorfkonferenz zusammen: Vossenack ist ein Dorf mit Weitblick, sowohl im Hinblick auf landschaftliche Reize als auch hinsichtlich der Schaffung von Perspektiven. Es ist noch mit recht guter Nahversorgung ausgestattet, hat viel Positives aufzuweisen, was ein Dorfleben ausmacht und was es zu pflegen gilt.

Die drei Ortsteile Vossenack, Raffelsbrand und Simonskall seien sehr unterschiedlich, jedoch scheinen ihre Bewohner sich zusammengehörig zu fühlen. Die positiven Impulse, die durch den Sieg im Landeswettbewerb „Unser Dorf hat Zukunft“ spürbar seien, müssten genutzt werden. Manfred Braun machte auf die Aktivitäten aufmerksam, die in Richtung Bundeswettbewerb bereits in Angriff genommen wurden. So wird beispielsweise an einer Bewerbungsmappe gearbeitet. „Wir brauchen aktive Kräfte, die bei der Vorbereitung mitmachen“, ermunterte er die Vossenacker und erntete Applaus.

In drei Arbeitsgruppen machten sich die Bürger zunächst daran, ihre Ziele und Wunschvorstellungen auszudrücken. Es ging um die Qualität des Ortsbildes, um Kommunikation und schließlich um die konkrete Gründung des Dorfforums. Zum Ortsbild machte Peter von Agris, ortsansässiger Hotelier, eine Anmerkung: Er habe erfahren, dass in früheren Jahren alle (Scheunen-) Tore in Vossenack grün gestrichen wurden und die in Hürtgen blau. Dies sei ein Merkmal zur Identifikation gewesen. Es entfachte sich eine lebhafte Diskussion, was man eigentlich als wichtige Identifikationsrichtlinie für das Dorf vereinbaren könne. „Buchen statt Thuja und Kirschlorbeer“, forderte ein Gesprächsteilnehmer.

Ein echter Knüller

Stichworte und Begriffe wurden gesammelt und an die Wand geheftet. So geschah es auch in der Gruppe „Kultur und Kommunikation“. Dort waren etliche junge Menschen vertreten. Der Internetauftritt von Vossenack soll ein echter Knüller werden, das hat man sich vorgenommen. Es existiert bereits ein „Imagefilm“, der von Anne Eaton, die hier die Moderation übernommen hatte, als sehr beeindruckend bezeichnet wurde. Dieser Film soll informieren, soll kurzweilig sein „und die Atmosphäre im Dorf darstellen“. Zunächst soll er ein wichtiger Bestandteil für die Bewerbung im Dorfwettbewerb sein. Aber dass es danach auch noch viel zu tun gibt, erkannten alle Beteiligten.

In der Gruppe „Dorfforum“ stellte sich heraus, dass es Ideen und Vorhaben gibt, für die kein Verein zuständig ist: Mehrgenerationenplatz, nachbarschaftliche Hilfe, ein Hoffest in Raffelsbrand, so lauteten beispielsweise einige Vorschläge. Auch hier wurde klar, dass zwar der Bundeswettbewerb Impulse gibt, dass aber auch darüber hinaus gemeinsam Themen weiter entwickelt werden sollten.

Der Sprecher des Dorfforums, Manfred Braun, erhielt Zusagen von etwa 15 Personen, in verschiedenen Arbeitsgruppen mitzumachen. Dem 15. Juni fiebern alle entgegen, das ist der Tag, an dem die Kommission den Ort besucht und bewertet. Hierfür und auch danach gilt: Zu jeder Zeit ist jeder willkommen, der sich in irgendeiner Weise ins Dorfforum einbringen will.

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