Blens/Hausen - Dörfer wollen sich auf keine Experimente mehr einlassen

Dörfer wollen sich auf keine Experimente mehr einlassen

Von: bel
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Die Sprecher der IG Schnelles Internet informierten die Versammlung im Blenser Bürgerhaus. Foto: Bruno Elberfeld

Blens/Hausen. Die Sprecher der „Interessengemeinschaft Schnelles Internet“, die sich seit Tagen für die Klärung des zurzeit desolaten Zustandes im Internet und bei den Festnetzanschlüssen stark machen, gaben jetzt im bis auf den letzten Platz gefüllten Saal des Blenser Bürgerhauses einen Sachstandsbericht.

In einem zweiten Schritt wagte die Versammlung einen Blick in die Zukunft, in der sich die Betroffenen der Eifeldörfer Hausen und Blens ein sicheres Internetangebot und verlässliche Anschlüsse für ihre Telefone wünschen. „Keine Experimente mehr!“, lautete dann auch die Devise.

Friedel Lennartz, Jutta Pick und Alexandra Schäfer fassten noch einmal zusammen, was in den vergangenen Monaten schief gelaufen ist. Hans-Peter Boje, der Allgemeinde Vertreter des Bürgermeisters, trug noch einige Informationen bei. Nach seinen Ausführungen hätten die Verhandlungen der Stadt Heimbach mit der Telekom vor vielen Monaten schon nahezu vor einem finanziell interessanten Abschluss gestanden, da habe Vodafone mit einem angeblich besseren Angebot dazwischen gefunkt.

Das Ergebnis war allen Teilnehmern klar: stunden- und tagelange Ausfälle, keine Verbindung mehr zur Außenwelt, wenn da nicht einige Menschen das Handy gehabt hätten. Für die Menschen war es unbegreiflich, dass Vodafone über einen Sendemast in Abenden gesprochen hatte, obwohl dieser gar nicht der Firma gehört. Vodafones Masten stehen in der Mausauel in Nideggen-Rath und in Schmidt

Jetzt soll es zügig vorwärts gehen: Die Betroffenen können bei Vodafone jeder für sich kündigen. Vielleicht ist eine Entschädigung möglich. Hans-Peter Boje ist mit Experten im Gespräch, die ihm und den Betroffenen in den nächsten Tagen mitteilen wollen, wie und wo und für welchen Aufwand es weiter gehen soll.

Die Telekom ist wieder im Rennen. Eine öffentliche Ausschreibung muss her, die Anträge müssen juristisch einwandfrei gestellt werden, damit auch die entsprechenden Zuschüsse fließen können. Favorisiert wird die Kabellösung, die gegenüber einer Antennenlösung größere Sicherheit bringt. Blenser und Hausener wollen ihr Recht auf Grundversorgung notfalls einklagen.

Von „Flickschusterei“ hat man im Rurtal die Nase voll. „Unsere Dörfer haben ohne sichere und schnelle Anschlüsse keine Zukunft!“, stellte Alexandra Schäfer fest.

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