DNA überführt Täter: zwei Jahre Haft

Von: fjs
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Düren/Langerwehe. Drogen, Drogen und immer wieder Drogen: Bis zu fünf Gramm Heroin und drei Gramm Kokain umfasste die Tagesration eines 39-Jährigen, der sich am Donnerstag vor dem Amtsgericht Düren unter Vorsitz von Richterin Anne Utzelmann verantworten musste.

Keine neue Situation für den gebürtigen Westfalen. Seit mehr als 15 Jahren ist er Stammgast an den Amtsgerichten in Detmold und Eschweiler.

Einbruch in ein Reisebüro

Aus der JVA Rheinbach vorgeführt, musste er sich jetzt wegen des Einbruches in ein Reisebüro in Langerwehe verantworten. Die Beute: 300 Euro, einige Münzen aus Spardosen und ein Brautkleid.

„An das Geld erinnere ich mich; das Brautkleid brauchte ich nicht, denn ich bin noch verheiratet”, bekannte der Angeklagte und gab unumwunden zu, dass die Beute bei der großen Anzahl von Einbrüchen und Diebstählen seinen Drogenkonsum finanzieren sollte.

Nach dem Einbruch am 18. Oktober 2009 war die Polizei ihm über DNA-Spuren auf die Schliche gekommen. Der 39-Jährige gab die Taten zu und ersparte dem Schöffengericht somit die Zeugenvernehmung und die Verlesung des DNA-Gutachtens.

Der Bewährungshelfer des 39-Jährigen berichtete von „mehreren guten Starts”, die der Angeklagte unternommen habe, um von den Drogen loszukommen. Doch immer sei es zu Rückfällen gekommen. Mehrere Therapien wurden nicht angetreten oder abgebrochen. Jetzt werde er in der JVA Rheinbach auf die Therapie vorbereitet.

„Am 10. Mai möchte ich ihn zur Therapie fahren”, kündigte der Bewährungshelfer an und sein Schützling versicherte: „Ich möchte die Chance zur Therapie und Nachsorge nutzen.” Er nannte als nächstes Ziel eine Ausbildung zum Koch.

Der Staatsanwalt wertete die Geständigkeit des Angeklagten positiv und hielt ihm die durch den Drogenkonsum entstandene verminderte Zurechnungsfähigkeit zugute. Das tat auch das Schöffengericht.

Es bildete eine Gesamtstrafe von zwei Jahren und blieb damit drei Monate unter dem Antrag der Staatsanwaltschaft. Das Urteil ermöglicht, dass der Angeklagte wie geplant im Mai seine Therapie antreten kann.
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