Disko „Coupe” abgerissen: Neue Trauerhalle und Ruhestätten

Von: kel
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Ein Schandflkeck verschwindet:
Ein Schandflkeck verschwindet: Das marode Gebäude der ehemaligen Diskothek Coupè wird abgerissen. Die evangelische Gemeinde wird neben dem historischen Friedhof an der Kölnstraße eine Trauerhalle und ein Columbarium, einen Ort zur Urnenbestattung, errichten. Foto: Keldenich

Düren. Mit dem Abriss der Fassade der ehemaligen Diskothek Coupé an der Kölnstraße hat die Evangelische Gemeinde zu Düren den ersten sichtbaren Schritt zu einer neuen Nutzung des Geländes in direkter Nachbarschaft des historischen Friedhofes gemacht.

Nachdem das Gebäude innen bereits in den vergangenen Monaten völlig entkernt wurde, werden Mitarbeiter der gemeinnützigen Beschäftigungs- und Qualifizierungsgesellschaft Lowtec den Bau in den kommenden Wochen dem Erdboden gleichmachen. Anschließend werden dort eine Trauerhalle und ein Columbarium, ein Ort zur Urnenbestattung, entstehen.

Auf dem benachbarten Evangelischen Friedhof werden Menschen beider Konfessionen bestattet. Zurzeit sind etwa 190 Grabstellen frei. Da es jedoch auf dem Friedhof bisher noch keine Trauerhalle gibt, müssen Trauerfeiern in den Kirchen oder am Grab stattfinden. Aus diesem Grund hat das Presbyterium der Gemeinde das Nachbargrundstück erworben und den Neubau beschlossen.

Neben der Trauerhalle wird das neue Columbarium einem Wunsch vieler Menschen entsprechen, die Ruhestätten für ihre Angehörigen suchen, die nicht aufwändig gepflegt werden müssen. Dazu werden in dem Columbarium in meditativ gestalteten Wänden Fächer entstehen, in denen Urnen beigesetzt werden. Ein Ausschuss bei der Evangelischen Gemeinde wird die weiteren Arbeiten kontinuierlich begleiten. Die Baukosten von mehreren hunderttausend Euro inklusive des finanziellen Aufwands für die Innenausstattung, Pflasterung und gärtnerische Arbeiten sollen durch Eigenmittel und Spenden aufgebracht werde.

Der evangelische Friedhof an der Kölnstraße existiert seit 1825 und ist eines der wenigen Kulturdenkmäler der Stadt, die den Zweiten Weltkrieg weitgehend unbeschadet überstanden haben. Der gesamte Friedhof und eine große Zahl von Einzelgrabmalen wurden bereits 1989 in die Denkmalliste der Stadt Düren eingetragen.
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