Nideggen - Diffuse und geheimnisvolle Motive: Ausstellung in Nideggen

Diffuse und geheimnisvolle Motive: Ausstellung in Nideggen

Von: ale
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Helga Wagenknecht lässt sich durch Naturbeobachtungen inspirieren. Foto: Anneliese Lauscher

Nideggen. Im Dürener Tor wurde eine neue Kunstausstellung eröffnet. Helga Wagenknecht aus Monschau-Rohren zeigt ihre Arbeiten unter dem Titel „Naturphänomene – Strukturen – Landschaften“.

Wenn man die Räumlichkeiten betritt, hat man gleich den Eindruck, dass die Malerin sich verstärkt den Blau- und Grüntönen zugewandt hat. Die meist großformatigen Bilder geben ihre Eindrücke aus der Natur wieder, mehr oder weniger abstrakt.

„So sieht es manchmal bei uns aus“, sagt Helga Wagenknecht, wenn man sie auf ein Bild anspricht, in dem der blassblaue Himmel allmählich mit dem Wald verschwimmt. Ein Fluss macht sich in verwaschen grünen Wiesen breit. Das alles wirkt diffus, vielleicht sogar geheimnisvoll.

Die Wirkung erzielt die Künstlerin, indem sie mehrere Farbschichten übereinander setzt, sie arbeitet mit Tusche und Acryl. Besondere Strukturen erzielt sie durch speziellen Farbauftrag, mal mit dem Pinsel, mal mit den Händen. Angefangen hat ihre intensive Malerei damit, dass sie einen Baumstumpf in ihrem Garten beobachtete, wie er sich veränderte, wie Moose und Flechten sich ansiedelten, wie sich neue Formen entwickelten. Sie fotografierte zunächst ihre Beobachtungen, setzte aber dann mehr und mehr ihre Wahrnehmungen in der Malerei um.

Mit Licht experimentiert

Es entstanden Bilder von Naturphänomenen, die unaufdringlich und dabei lebendig wirken. Auch in ihren „Wasserlandschaften“ hat Helga Wagenknecht mit den Farben, den Schichten und dem Licht experimentiert.

Es geht ihr nicht um die naturgetreue Wiedergabe einer Naturbeobachtung, vielmehr darum, das Gesehene in einen neuen bildnerischen Zusammenhang zu bringen und ihre persönliche Sichtweise auszudrücken. Sie hat bei Professor Benno Werth und Joachim Bandau Kunst studiert, konnte in ihrem Beruf als Lehrerin auch Manches davon einfließen lassen. Doch erst in den letzten Jahren widmete sie sich mit Muße ihrer eigenen Kunst und ganz persönlichen Bildsprache.

Offensichtlich ließen sich viele Besucher der Vernissage, die aus der Eifel und sogar aus Aachen gekommen waren, gern auf ein intensives Betrachten ein. Bürgermeisterin Margit Göckemeyer begrüßte die Besucher „in einem der Schmuckkästchen von Nideggen“ und wünschte der Ausstellung viel Beachtung.

Helga Wagenknecht bedankte sich für die Möglichkeit, hier auszustellen: „Ich bin total begeistert von diesem Raum.“ Mit verträumten Melodien begleitete der Orgelspieler Klaus Dederichs die Vernissage, und schließlich wurde noch ein guter Tropfen zum Anstoßen gereicht.

Die Ausstellung ist bis zum 9. Juni zu sehen und zwar mittwochs von 14 bis 18 Uhr sowie samstags, sonntags und an Feiertagen von 11 bis 18 Uhr.

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