Diesel-Skandal ist auch bei der Autoschau ein Thema

Von: inla
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Händler präsentierten ihre Wagen zum 4. Mal in der Innenstadt. Foto: Ingo Latotzki
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Zuvor war die Autoschau auf dem Annakirmesplatz zu Hause, wie der stellvertretende Vorstandsvorsitzende der Sparkasse, Udo Zimmermann, erinnerte. Foto: Ingo Latotzki
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Der Ehrenobermeister, der amtierende Obermeister und sein Stellvertreter bei der Eröffnung auf dem Marktplatz: Fritz Pölderl, Rolf Ferebauer und Hans-Jörg Herten (von links).

Düren. Fahrverbote. Klüngel. Manipulierte Software. Diesel-Skandal. Natürlich ließ kein Redner die derzeitigen Negativ-Schlagwörter der Automobilindustrie aus, als am Sonntagmittag bei strahlendem Sonnenschein die 39. Autoschau eröffnet wurde.

Es wäre auch unpassend gewesen, die zweifellos bestehende Problematik unerwähnt zu lassen, doch wie es aussieht, ist das Interesse an Autos ungebrochen. Von Beginn an drängten sich Besucher rund um die Autos, die auf dem Markt, vor dem Rathaus und an der Annakirche ausgestellt waren. Udo Zimmermann, der stellvertretende Vorstandsvorsitzende der Sparkasse Düren, die die Schau seit vielen Jahren unterstützt, brachte es auf den Punkt. „Das Auto wird das Lieblingskind der Deutschen bleiben.“

Dass das Auto in Düren einen großen Stellenwert besitzt, unterstrich Zimmermann auch mit dieser Aussage: Andere Städte, auch deutlich größere als Düren, „bekommen eine solche Schau nicht hin“. Auch wenn Dieselfahrzeuge derzeit in Verruf seien, könnten Elektroautos nicht sofort eine Alternative sein. Zu wenig Ladestationen, zu geringe Reichweite, zu hohe Preise: „Ich bin gespannt, wie es im Spannungsfeld zwischen Wunsch, Wirklichkeit und Machbarkeit weiter geht.“

Der stellvertretende Vorsitzende der Kraftfahrzeug-Innung Düren-Jülich, Hans-Jörg Herten, der die Schau federführend organisiert, sprach von einem „starken Wandel“. Herten äußerte den Wunsch, dass die Politik einen richtungsweisenden Weg vorgebe, den alle umsetzen könnten. „Lass uns Gas geben“, rief der stellvertretende Innungsobermeister den Gästen zu.

Vorsitzender der Innung ist Rolf Ferebauer. Er erinnerte daran, dass die Automobilindustrie eine der größten Ausbilder, Steuerzahler und Arbeitgeber sei. Ferebauer mahnte eine sachliche Diskussion. Die Branche dürfe nicht zum Spielball der Industrie werden. Ähnliches sagte die stellvertretende Landrätin Helga Contzen. Sie wünscht sich mehr Gelassenheit, da es nichts bringe, „nun irgendetwas über das Knie zu brechen“.

Dürens Bürgermeister Paul Larue bekräftigte, dass Fahrverbote in Düren nicht zielführend seien, auch wenn an der Euskirchener- und Oststraße die Feinstaubbelastung über den Grenzwerten liegt. Sperrungen brächten Ausweichverkehre mit sich. „Dann suchen sich die Laster womöglich den Weg durch Wohngebiete.“ Larue nannte erneut die Fertigstellung der Ostumgehung als Lösung. Das soll 2018 der Fall sein.200

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